Langenbruck
Der Winter ist da: Der Skilift hat endlich Hochbetrieb

Jetzt kommen sie so richtig auf ihre Rechnung: die passionierten Skifahrerinnen und -fahrer. Seit Sonntagmorgen läuft der Skilift in Langenbruck. Die Schneedecke ist genügend dick und kompakt.

Simon Tschopp
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Warten am Skilift: Der Mittwochnachmittag ist stets gut frequentiert.Fotos: Juri Junkov

Warten am Skilift: Der Mittwochnachmittag ist stets gut frequentiert.Fotos: Juri Junkov

Juri Junkov

«Timo, Timo, wyter ufe», ruft ein Vater seinem Dreikäsehoch zu. Timo fährt elegant den Schlusshang hinunter und zieht einen langen Bogen. Er gelangt ein wenig unter die Querverbindung zwischen Piste und Skilift und muss deshalb hochsteigen. Das macht ihm aber nichts aus, Timo hat den Plausch am Skifahren.

Seit Sonntagmorgen ist der Skilift in Langenbruck in Betrieb. Es hat genügend Schnee, er ist kompakt. Alles ist gut gedeckt, weder Gras noch Steine sind zu sehen. «Am Samstag haben wir die Piste mit dem Pistenfahrzeug präpariert», erklärt Dominic Schneider, der am Lift den Skifahrern die Bügel reicht. In der Nacht auf Sonntag habe es nochmals 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Danach seien sie wieder mit dem Pistenfahrzeug über die Piste.

«Jetzt ist es genial»

«Bis jetzt sind wir sehr zufrieden», freut sich Ernst Schneider, seit 33 Jahren Betriebsleiter des Langenbrucker Skilifts. Der schulfreie Mittwochnachmittag zieht immer viele Leute an. «Jetzt ist es genial.» Am Montag und Dienstag hätte es mehr Besucher haben dürfen. «Der Schnee ist zur richtigen Zeit gekommen. Ideal ist auch, dass es bis in tiefe Lagen geschneit hat. So ist auch dort bei Leuten das Wintergefühl vorhanden», sagt Ernst Schneider. Dieser nimmt die Stressphasen an der Kasse gerne in Kauf. Ab und zu hilft er einem Skifahrer, die Bindung einzustellen.

Die Betreiber hoffen, dass es die Schneeverhältnisse zulassen, den Skilift noch ein paar Tage laufen zu lassen. Auch für heute und morgen ist Nachtskifahren angesagt – von 19.30 bis 22 Uhr.

Sara Plattner lobt die guten Verhältnisse. Sie findet es toll, dass nicht alles super präpariert ist. «So ist das Skifahren wie früher. Dies will ich ausnützen», sagt die Oberbaselbieterin. Mit dem Snowboard ist Christian Schwald angereist. Der 17-jährige Lehrling findet das Gelände tipp-topp, «es dürfte aber steiler sein».

Bruno Businger liegt im Schnee und macht Pause. Er wartet auf jemanden. Der Elfjährige steht erstmals seit einem Jahr wieder auf den Skiern. Deshalb werde er schneller müde, meint Bruno. Auch deshalb kommt für ihn die Pause wie gerufen. Ein anderer Knabe ist schnell wieder unten; er ist nicht rasant gefahren, sondern vom Skilift geflogen. Zwei Buben setzen kräftig den Stemmbogen ein – und das erst noch ohne Stöcke. Von den ganz Kleinen sieht man zwischen Helm und Skischuhen bloss ein bisschen Körper.

Nachdem anfangs Nachmittag die Sonne kurz durchgedrückt hat, sinkt die Nebeldecke wieder. Es wird kühler. So richtig Winter.

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