Baselland
Die Baselbieter BDP will einen Regierungssitz– die Mitteparteien sind irritiert

Die BDP Baselland sucht einen Regierungskandidaten. Die verbündeten Mitteparteien sind irritiert. Sie finden keine gemeinsame Strategie für die künftigen Wahlen.

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Die BDP ist als einzige Partei an der Muba präsent: Matthias Imhof, Filip Winzap, Marie-Therese Müller und Esther Meisinger (v. l. n. r.).

Die BDP ist als einzige Partei an der Muba präsent: Matthias Imhof, Filip Winzap, Marie-Therese Müller und Esther Meisinger (v. l. n. r.).

Kenneth Nars

Da die Baselbieter Regierung den Termin für die Gesamterneuerungswahlen auf den 8. Februar 2015 festgelegt hat, müssen die Parteistrategen den Wahlkampf dieses Jahr frühzeitig planen. Sonst könnte er in der Weihnachtszeit untergehen. Nun prescht die BDP bereits jetzt vor. Gegenüber der „Schweiz am Sonntag" sagt BDP-Präsidentin Marie-Therese Müller: «Der Vorstand und die Amtsträger der BDP Baselland haben den Grundsatzbeschluss gefällt, dass wir für die Regierungswahlen 2015 einen Kandidaten aufstellen wollen.» Das Ziel sei, dass das Mitte-Bündnis mit zwei Kandidaten antrete.

Ihre Verbündeten weihte die BDP gemäss „Schweiz am Sonntag" allerdings noch nicht in ihre Pläne ein. EVP-Präsident Urs von Bidder sieht in einer Kandidatur der BDP einen Angriff auf CVP-Regierungsrat Anton Lauber. Das sei nicht okay, sagt er auf Anfrage. Zudem sei es nicht realistisch, dass die Mitteparteien bei den Regierungswahlen zusammenarbeiten werden.

Doch genau dies fordert GLP-Präsident Hector Herzig: «Die opportunistische Haltung, bei jeder Wahl andere Bündnisse einzugehen, ist nicht glaubwürdig und nicht ehrlich gegenüber dem Souverän.» Deshalb müssten die vier Mitte-Parteien eine gemeinsame Strategie für alle Wahlen finden: «Die GLP wünscht sich einen starken Auftritt der Mitte Baselland - bei Sachthemen und bei Wahlen.» Davon ist diese gemäss „Schweiz am Sonntag" allerdings noch weit entfernt. (SaS)