Sponsoring-Projekt
Die Baselbieter Kantonalbank hilft Jugendlichen beim Berufseinstieg

Die Basellandschaftliche Kantonalbank unterstützt die Jobfactory Basel und den KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung mit je 128035 Franken. Mit dem Geld helfen sie Jugendlichen der Region beim Übertritt in die Arbeitswelt.

Andrea Schäfer
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Freudige Übergabe: Daut Sadiku, Berufspraktikant bei der Jobfactory, Kaspar Schweizer von der Geschäftsleitung der BLKB und Fanar Potros, Lernende beim KMU-Lehrbetriebsverbund (v.l.) posieren mit den überreichten Schecks am Freitag in Liestal.

Freudige Übergabe: Daut Sadiku, Berufspraktikant bei der Jobfactory, Kaspar Schweizer von der Geschäftsleitung der BLKB und Fanar Potros, Lernende beim KMU-Lehrbetriebsverbund (v.l.) posieren mit den überreichten Schecks am Freitag in Liestal.

MOEL PHOTOGRAPHIE ELENA MONTI

«Die grosse Verantwortung und das Vertrauen der Mitarbeiter sind sehr besonders bei diesem Praktikum», sagt der 18-jährige Daut Sadiku aus Pratteln. Er erzählte von seinen ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt an der Medienkonferenz der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), der Jobfactory Basel und des KMU-Lehrbetriebsverbunds Baselland und Umgebung von heute Freitag in Liestal.

Sadiku kam als Neunjähriger aus Mazedonien in die Schweiz und ist heute Berufspraktikant bei der Jobfactory. Durch die Praktika hat er es geschafft, sich für eine Lehrstelle als Kaufmann bei der Jobfactory anzubieten, die er im Sommer antritt. Er beansprucht einen von insgesamt 120 Praktikumsplätzen für junge Menschen ohne Arbeit und Ausbildung, welche das Unternehmen anbietet. Gelder des Sponsoring-Projekts «Jobs for Juniors» der BLKB machen dies finanziell möglich.

Wie Kaspar Schweizer, Mitglied der Geschäftsleitung der BLKB, an der Medienkonferenz bekannt gab, fliessen dieses Jahr 256 070 Franken in das «Jobs for Juniors»-Projekt. Das Geld kommt je hälftig der Jobfactory und dem KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung zugute. «Das ist ein toller Betrag, den wir dieses Jahr überreichen können und der allen Freude macht», sagt der Banker. Das Projekt, das jungen Leuten beim Berufseinstieg helfen soll, sei bei der BLKB vor acht Jahren ins Leben gerufen worden und die Summe habe sich jährlich vergrössert.

Rund 400 Jugendliche der Region profitieren jedes Jahr von dem Betrag, erklärt Schweizer. Mit dem Kauf einer «Jobs for Juniors»-Maestro-Karte der BLKB trage jeder Kunde zu der Spende bei. Zehn Franken der Jahresgebühr fliessen direkt ins Projekt. «Je mehr die Kunden mit der Karte konsumieren, desto mehr spenden wir», sagt Schweizer. Die Bank spende zusätzlich 0,25 Prozent der von den Kunden mit der Karte gezahlten Beträge.

Professionelles Coaching und Stützkurse

«Der Übergang von der Schule zum Beruf gestaltet sich nach wie vor für viele junge Menschen schwierig», erklärt Robert Roth, Präsident und Delegierter der Jobfactory Basel. Im Moment gehe man in der Region Basel von über 2000 jungen Arbeitslosen aus, sagt er. Die Praktika der Jobfactory sollen den Jugendlichen einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglichen. Zusätzlich würden sie sich während des Praktikums aktiv bewerben und durch einen Coach individuell begleitet, erläutert Roth.

Der KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland, der seit 15 Jahren besteht, kümmere sich um die administrativen Bereiche der Lehrlingsbetreuung für Betriebe, die dies selbst nicht übernehmen können, erläutert Urs Berger, Gründer des Verbunds und Bereichsleiter Berufsbildung der Wirtschaftskammer Baselland. Mit dem Geld der BLKB führt der Verbund obligatorische Stützkurse für Lehrlinge mit einem «schulisch schwachen Rucksack» durch. Wie Berger erklärt, handle es sich bei diesen oft um Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus familiär schwierigen Verhältnissen.