Fusionsinitiative
Die beiden Basel kommen auf keinen gemeinsamen Nenner

Basel-Stadt will, Baselland nicht. Die Regierungen sind sich uneins, was die Haltung zur Fusionsinitiative betrifft. Basel-Stadt erhofft sich ein gemeinsames Auftreten der beiden Basel, wohingegen Baselland die Risiken einer Fusion in den Vordergrund stellt.

Leif Simonsen
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Der Gaumen hätte wohl nichts gegen eine Fusion von Basler Läckerli und Baselbieter Rahmdäfeli.

Der Gaumen hätte wohl nichts gegen eine Fusion von Basler Läckerli und Baselbieter Rahmdäfeli.

Roland Schmid

Heute veröffentlichten die beiden Regierungen ihre Haltungen zur Fusionsinitiative - und legten ihre Argumente dar. Beide Regierungen stellen klar, dass sie sich ihren Entscheid im Hinblick auf die wohl wichtigste politische Abstimmung der letzten Jahrzehnte nicht leicht gemacht hätten.

Die Basler kommen letztendlich zum Schluss, dass die bikantonale Zusammenarbeit lange Zeit erfolgreich gewesen sei, aber dass die «Komplexitäten der Themen und die Abhängigkeiten zum Bund und zu anderen Gebietskörperschaften (Kantone, Elsass, Baden-Württemberg) massiv zugenommen haben».

Die Basler Regierung führt dabei das Beispiel der Hafenplanung auf. «Hier sind wir von den politischen und rechtlichen Entwicklungen auf Bundesebene, im Elsass und in Baden-Württemberg, dem Hafenbau in Rotterdam und den Verkehrsdiskussionen in den Kantonen Aargau, Zürich und im Mittelland abhängig.» Viel besser wäre nun, wenn zumindest die beiden Basel mit einer Stimme auftreten könnten.

In den Augen der Baselbieter Regierung überwiegen aber die Gegenargumente. Feinsäuberlich hat sie in ihrer Landratsvorlage die Pros und Contras der Fusionsinitiative gegeneinander ausgespielt. Schliesslich kommt sie zum Schluss, dass die «Risiken gegenüber den Chancen überwiegen».