Gelterkinden
Die Betagten von Gelterkinden erhalten ein Bijou

Das bestehende Altersheim in Gelterkinden muss einem Neubau weichen- Damit erhalten die Pflegebewohner ein neues Heim.

Simon Tschopp
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«Trinacria» heisst das Projekt des neuen Alters- und Pflegeheims, das die Altersheimstiftung der Bürgergemeinde Gelterkinden baut. Das Zunzger Architekturbüro Lehner + Tomaselli AG hat den Projektwettbewerb gewonnen (separater Text).

Baubeginn ist 2012, zwei Jahre danach soll der Neubau bezugsbereit sein. Dieser kostet 30 bis 35 Millionen Franken.

Baugesuch spätestens Ende 2011

«Die Architekten haben es mit ihrem Projekt verstanden, die Bewohnerinnen und Bewohner ins Zentrum zu stellen», freut sich Heimleiter Heinz Frötscher, der seit einem halben Jahr im Amt ist:

84 grosszügige Einzelzimmer – etwa 10 davon sind für eine Gruppe mit dementen Bewohnern vorgesehen –, Aktivierungsräume, Restaurant, Cafeteria, Aussenterrasse und auf den Stockwerken überall Nischen und Sitzgelegenheiten mit Aussicht in die Umgebung.

Frötscher lobt auch die optische Ausstrahlung des Neubaus, der «sehr feingliedrig» daherkomme. Dieser könnte später durch einen Erweiterungsbau mit 30 Zimmern ergänzt werden.

Die Bauherrin wird bis Ende Jahr ihr Projekt bei der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion anmelden und bis Ende 2011 das Baugesuch einreichen.

Diese Termine müssen eingehalten werden, damit Geld vom Kanton fliesst. Grund sei das neue Altersheimgesetz, erklärt Gerhard Hasler, Präsident der Planungskommission und Stiftungsrat.

Er meint weiter, dass der Betrieb selbsttragend sein und ein Altersheim auf 30 Jahre abgeschrieben werden müsse. Die Planungskommission (PK) wurde in ihrer Arbeit von einem Beraterteam für Altersfragen unterstützt.

«Zuerst muss alles genau geplant werden, erst dann beginnen wir zu bauen. Wir wollen kein Risiko eingehen», sagt Stiftungsrats- und Heimkommissionspräsident Peter Bieri.

Der Neubau kommt neben das jetzige Altersheim zu stehen, dieses wird danach abgerissen. Die Altersheimstiftung hat südseitig zwei Parzellen dazugekauft. Die nötige Zonenplanänderung hat die Gemeindeversammlung im Dezember abgesegnet. Das ganze Grundstück umfasst nun gut 50 Aren.

Das Alters- und Pflegeheim (APH) Gelterkinden wurde vor 37 Jahren errichtet, 1981 erfolgte der Anbau und 1996 eine Sanierung. Intensive Abklärungen mit Baufachleuten hätten gezeigt, dass nur ein Neubau infrage kommt, so Bieri und Hasler unisono.

Ein Umbau des bestehenden Gebäudes wäre wegen Statik, Erdbebensicherheit und Basisvorschriften wie Zimmergrössen zu aufwändig gewesen, ergänzt PK-Präsident Gerhard Hasler.

Mit dem Gemeindepark, der ans Grundstück des APH grenzt und ausserhalb des Projektwettbewerbs neu gestaltet wird, soll eine Begegnungszone für Dorfbevölkerung und Altersheim-Bewohnerinnen und -Bewohner entstehen – auch das ein Gewinn für die 5700-Seelen-Gemeinde.