Verseuchtes Trinkwasser
Die Desinfektion in Buus hat versagt: Gemeinden kochen weiter Wasser ab

Noch werden die langen Trinkwasserleitungen chloriert, immer noch muss die Bevölkerung von Buus, Maisprach und Rickenbach das Wasser abkochen. Dies sei eine reine Sicherheitsmassnahme, sagt der Buusner Gemeinderat Christian Kaufmann. «Seit Montag läuft unsere Wasserversorgung wieder einwandfrei – bis auf die Chlorierung.»

Simon Tschopp
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Die drei Gemeinden Buus, Maisprach und Rickenbach werden wohl noch bis Anfang nächster Woche mit dem verschmutzten Trinkwasser zu kämpfen haben.

Die drei Gemeinden Buus, Maisprach und Rickenbach werden wohl noch bis Anfang nächster Woche mit dem verschmutzten Trinkwasser zu kämpfen haben.

Nicole Nars-Zimmer

Im Pumpwerk von Buus, das teils unter anderem auch die Gemeinden Maisprach und Rickenbach mit Wasser beliefert, hat sich vergangene Woche ein Zwischenfall in der Desinfektionsanlage ereignet (bz vom Dienstag). Während eines halben Tages wurde das Trinkwasser nicht richtig aufbereitet; in Proben wurden Fäkalbakterien nachgewiesen.

Zum gleichen Zeitpunkt kam es zu zwei Defekten, was das Leitsystem falsch interpretierte. Die Folge: Der Alarm ging zwar los, aber verspätet. Eine Verkettung unglücklicher Umstände. «Für uns ist wichtig, dass wir die Ursache der Trinkwasserverunreinigung rasch gefunden haben», meint Kaufmann erleichtert.

Das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung wurde stets als «sehr gering» eingestuft. Es seien keine Krankheitsfälle bekannt, die auf das verschmutzte Wasser zurückzuführen seien. Christian Kaufmann rechnet damit, dass die jetzige Situation bis Anfang nächste Woche bestehen bleibt. «Wir sind in engem Kontakt mit dem Kantonalen Labor, das dann Entwarnung geben wird.»