Regierungsratswahl
Die Entscheidung im Showdown fällt vermutlich schon am 14. April

Bisher galt der 21. April als fixes Austragungsdatum des zweiten Wahlgangs in der Baselbieter Regierungsratsersatzwahl. Doch die Entscheidung im Wahlkrimi zwischen Thomas Weber (SVP) und Eric Nussbaumer (SP) könnte vorgezogen werden.

Bojan Stula
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Noch haben Thomas Weber und Eric Nussbaumer beide gut lachen. Niz

Noch haben Thomas Weber und Eric Nussbaumer beide gut lachen. Niz

Bereits im vergangenen Dezember setzte die Baselbieter Regierung den 21. April als Austragungstermin für den allfälligen zweiten Wahlgang der Ballmer-Ersatzwahl fest. Doch der überraschende Tod von CVP-Volkswirtschaftsdirektor Peter Zwick hat alles auf den Kopf gestellt. Nur drei Wochen zwischen dem zweiten Durchgang der Ballmer-Ersatzwahl und dem ersten Wahlgang in der Zwick-Nachfolge am 12. Mai genügen nicht für ein sauberes Nominationsverfahren, kritisieren Partei-Exponenten der SP.

Auch die Landeskanzlei könnte beim Versand der notwendigen Wahlunterlagen in Zeitnot geraten. Für Landschreiber Alex Achermann wäre es ein No-Go, das Abstimmungscouvert für die Zwick-Nachfolge noch vor dem Entscheid in der Ballmer-Ersatzwahl zuzustellen. Gleichzeitig halten es selbst SP und SVP für unnötig, weitere 7 Wochen Wahlkampf zwischen Eric Nussbaumer und Thomas Weber zu betreiben. "Die Positionen und Kandidaten sind jetzt hinlänglich bekannt", stellte SP-Parteisekretär Ruedi Brassel Ende letzter Woche fest.

Der Regierungsrat dürfte auf diese Kritik eingehen. An ihrer ordentlichen Dienstagssitzung wird die Regierung auch über die Vorverschiebung des zweiten Wahlgangs um eine Woche auf den 14. April beraten. Dies bestätigte Landschreiber Achermann am Rande des Wahlsonntags im Liestaler Regierungsgebäude. Die Chancen für die Vorverschiebung stehen offenbar gut. Aufgrund "der besonderen Umstände durch den Tod von Peter Zwick" und entsprechender Rückmeldungen seitens der Parteien könnte sich ein früherer Wahltermin als sinnvolle Lösung herausstellen - obschon bereits ein anderer Termin publiziert worden ist. Das Festsetzen von Wahlterminen fällt in die alleinige Kompetenz des Regierungsrats.