Feldreben
Die Erwartungen an Isaac Reber sind hoch

Regierungsrat Isaac Reber wird ad interim vom verstorbenen Peter Zwick den Vorsitz des Runden Tisches Deponiesanierung Feldreben übernehmen.

Boris Burkhardt
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Regierungsrat Isaac Reber, Chef des Baselbieter Sicherheitsdepartements.

Regierungsrat Isaac Reber, Chef des Baselbieter Sicherheitsdepartements.

Kenneth Nars

Der Runde Tisch hat lediglich die Aufgabe, Vorschläge ausarbeiten, wie die Sanierung vollzogen werden könnte. Die Verantwortung für die tatsächliche Sanierung bleibt seitens des Kantons bei Umweltdirektorin Sabine Pegoraro.

Trotzdem setzt die kritische Allianz Deponien Muttenz (ADM) darauf, dass Reber sich persönlich in der Sache engagieren wird. «Wir hoffen, dass er die Verantwortung übernimmt für den Kanton und die Trinkwasserkonsumenten, und dass er etwas gegen die personellen Verflechtungen tut», sagt ADM-Präsident Hanspeter Meier der bz. Die ADM hatte der Projektleitung vorgeworfen, die Interessen der Industrie durchzusetzen (die bz berichtete). Meier hofft sogar auf ein längerfristiges Engagement Rebers. Rolf Wirz, Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion und des Runden Tisches, weist jedoch darauf hin, dass es nur noch wenige Sitzungen des Runden Tisches geben wird. Die nächste findet am 13. März statt.

Grünen-Landrat Jürg Wiedemann (Birsfelden) ist sich ebenfalls sicher: «Vetterliwirtschaft wird es unter Reber nicht geben.» Reber werde «die notwendigen Schritte» unternehmen und den Trinkwasserschutz höher gewichten als wirtschaftliche Aspekte. Bis jetzt habe sich Reber als Grüner nicht in die Belange anderer Departemente einmischen wollen; jetzt stehe er aber bei einem grünen Thema in der Verantwortung und könne sich beweisen.

Rebers Sprecher Adrian Baumgartner sagte gestern, dass der Vorsitz nur an Reber gehe, weil Zwicks Stellvertreter Adrian Ballmer nicht alle Dossiers übernehmen könne. Reber müsse sich einarbeiten, bevor er Stellung nehmen könne. Neben dem Runden Tisch übernimmt Reber auch die Belange der Schweizerischen Rheinhäfen.