Baselbieter Wahlen
Die FDP stellt die Kandidatin Gschwind, die SVP lauert weiter

Am Freitagabend entschieden sich die bürgerlichen Parteipräsidenten für Monica Gschwind als vierte Kandidatin. Sie soll den vierten Sitz für die bürgerliche Allianz holen im Februar 2015.

Leif Simonsen
Merken
Drucken
Teilen
Monica Gschwind

Monica Gschwind

Monica Gschwind soll es richten, wenn die bürgerliche Allianz der CVP, SVP und FDP im Februar 2015 einen vierten Sitz in der Baselbieter Regierung anstrebt. Dies beschlossen die Parteipräsidenten Marc Scherrer (CVP), Christine Frey (FDP) und Oskar Kämpfer (SVP) an ihrer gestrigen Sitzung. In der Medienmitteilung begründeten sie den Entscheid mit der «besten Wählbarkeit» der Hölsteiner Gemeindepräsidentin und FDP-Landrätin. Überdies sei die «hohe fachliche und politische Kompetenz» ausschlaggebend gewesen – so zumindest der offizielle Wortlaut.

Der Entscheid sei nach mehreren Hearings mit den verschiedenen Kandidaten getroffen worden. Beworben hatten sich neben Gschwind noch ein weiterer FDPler (Binningens Gemeindepräsident Mike Keller) sowie zwei SVPler (die Landräte Dominik Straumann und Caroline Mall). Schon am Nachmittag hatte der freisinnige Fraktionschef Rolf Richterich verlauten lassen, dass er für eine Kandidatur nicht zur Verfügung stehe. «Nach reiflicher Prüfung komme ich zum Schluss, dass ich aufgrund meiner beruflichen und privaten Situation verzichte», so seine Begründung.

Unklar ist, wie harmonisch die Stimmung beim SVP-Präsidenten Kämpfer war, als der Entscheid gefällt wurde. Er beteuerte gestern, dass er mit Monica Gschwind als Kandidatin leben könne. «Wir haben diesen Entscheid gemeinsam gefällt.» Nachdem man die bürgerliche Zusammenarbeit vor eineinhalb Jahren beschlossen habe, stehe nun das Ziel des vierten Sitzes im Zentrum. Definitiv nominiert ist Gschwind damit aber noch nicht. Die Nominationstage der Parteien stehen noch an. Besonders für Diskussionsstoff dürfte die FDP-Kandidatur am Parteitag der SVP sorgen, der am Donnerstag stattfindet. Gemäss Wähleranteil hätten die Rechtsbürgerlichen und nicht die Freisinnigen Anspruch auf einen zweiten Sitz in der Regierung. «Natürlich bin auch ich der Meinung, dass der SVP ein weiterer Sitz zusteht», sagt Kämpfer. Mit Thomas Weber ist derzeit nur ein SVP-Mitglied in der Exekutive. Sollte es während der nächsten Legislatur aber zu einer Vakanz kommen, werde seine Partei sicher zur Stelle sein. «Und wir wissen, dass in vier Jahren viel passieren kann.»