Biel-Benken
Die Feuerwehr würde den Störchen gerne helfen - kann aber nicht

Die Feuerwehr Reinach wäre sofort zur Hilfe der Biel-Benkemer Storchenfreunde geeilt, wie Christoph Wittenbach erklärte. Doch vor dem Kirchturm gibt es Platzprobleme: Keines der 20 Tonnen schweren Feuerwehrautos kann durch den Friedhof fahren.

Boris Burkhardt
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Der Blick aus dem Storchen-Korb aus der Höhe von rund 25 Meter.

Der Blick aus dem Storchen-Korb aus der Höhe von rund 25 Meter.

zvg/ Beat Huggenberger

Der höchste Baselbieter Feuerwehrmann Dominik Straumann stieg sofort in die Hosen, als er gestern von der Not der Storchenfreunde in Biel-Benken erfuhr.

1000 Franken müssen sie jedes Jahr für die Miete eines Raupenlifts zahlen, der bis an den Storchenhorst auf dem Kirchturmdach reicht. Anders können die Jungtiere nicht beringt werden.

Die Stützpunktfeuerwehr Reinach, die als nächstgelegene Einheit über eine Drehleiter verfügt, wäre sofort zum Helfen bereit gewesen, wie Christoph Wittenbach gestern der bz bestätigte.

Allerdings genügten einige kurze Telefonate für die Gewissheit, dass die Feuerwehr den Storchenfreunden nicht helfen können wird: «Die Zufahrt zum Kirchturm über den Friedhof wäre mit dem 20 Tonnen schweren Fahrzeug nicht möglich gewesen.»

Storchenvater Beat Huggenberger weiss um die engen Platzverhältnisse. Die Feuerwehr Biel-Benken habe ihn schon 2008 absagen müssen. Der Raupenlift, der privat gemietet wird, habe mit 1,60 Meter genau die Breite der Friedhofswege.

Ein Zugang zum Dach von innen sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich gewesen, da es keine Absturzsicherung auf dem Dach habe, wie der Stellvertretende Kommandant Daniel Mangold bestätigt.

So werden die Storchenfreunde wohl nächstes Jahr, wenn es hoffentlich wieder Jungstörche gibt, doch wieder auf Sponsoren für die 1000 Franken angewiesen sein.

Das Nest befindet sich in schwindelerregender Höhe.

Das Nest befindet sich in schwindelerregender Höhe.

zvg/ Beat Huggenberger

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