Fischsterben
Die Fische in der Ergolz sind wegen Balusäure verendet

Das Fischsterben in der Ergolz am 3. August ist durch cyanid-haltiges Abwasser verursacht worden. Wer dieses in die Kanalisation eingeleitet hatte, konnte aber nicht ermittelt werden.

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Tote Fische treiben an der Wasseroberfläche (Symbolbild)

Tote Fische treiben an der Wasseroberfläche (Symbolbild)

Keystone

Etwa vier Kilo des giftigen Abwassers seien illegal in die Kanalisation eingeleitet worden und von dort in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Ergolz 2 in Füllindorf gelangt. Das ergaben Analysen von Rückstellproben aus der ARA durch das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE), wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Freitag mitteilte.

Das Wasser lähmte die Mikroorganismen in der ARA. Folge waren zeitweise zu hohe Gehalte an Ammonium und Nitrit im Abfluss der ARA. Beide Stoffe sind schon in relativ geringen Konzentrationen für Fische giftig. Tote Fische wurden darauf von Füllinsdorf bis zur Mündung der Ergolz in den Rhein bei Augst gefunden.

Um die Herkunft des giftigen Abwassers zu ermitteln, wurden aufwendige Abklärungen im Kanalisationssystem und bei möglichen Einleitern durchgeführt. Laut der Direktion ergaben sie jedoch keine Hinweise auf den Verursacher der Einleitung.