Zusammenzug
Die Grünen beider Basel ziehen unter ein gemeinsames Dach

Die Grünen Basel-Stadt und die Grünen Baselland legen ihre Geschäftsstellen in Basel zusammen. Mit diesem Schritt würden sie sich den politischen Realitäten des 21. Jahrhunderts anpassen. Eine Fusion ist zur Zeit aber kein Thema.

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Güterstrasse 83 in Basel

Güterstrasse 83 in Basel

Zur Verfügung gestellt

Das gemeinsame Büro befindet sich im Mehrfamilienhaus an der Güterstrasse, das 2006 den 1. Sanierungswettbewerb Minergie-P im Rahmen der «2000 Watt-Gesellschaft - Pilotregion Basel» gewonnen hat.

Die Grünen beider Kantone würden bei vielen Projekten seit Jahren eng zusammenarbeiteten, begründen sie den Zusammenzug. Er soll auch ein grenzüberschreitendes politisches Zeichen setzen. «Basel-Stadt und Baselland sind heute eine grosser, gemeinsamer Wirtschaftsraum», erklärt Jürg Stöcklin, Präsident der Gründer Basel-Stadt, gegenüber bz. Man müsse die Partnerschaft daher verstärken und nicht aufweichen.

Fusion noch kein Thema

Wir kämpfen seit langem dafür, dass die Grenzen der Nordwestschweiz den Realitäten des 21. Jahrhunderts angepasst werden, sagt Philipp Schoch, Präsident der Grünen Baselland. So haben die Grünen bereits vor längerem die Schaffung eines Kantons Nordwestschweiz angeregt.

Soweit sind aber auch die Grünen selbst noch nicht. Eine Fusion der beiden Parteien ist nicht vorgesehen, auch die Organisationen bleiben weiter getrennt. Man teile sich die Infrastruktur und nutze Synergien. «Es ist eine Art WG», sagt Schoch. Sie erlaube es den Baselbieter Grünen immerhin, erstmals eine feste Geschäftsstelle zu errichten. Und die Mittel effektiver einzusetzen.

Ebenfalls mit von der Partie ist das junge grüne bündnis Nordwest. Die Partei agiert seit ihrer Gründung grenzübergreifend. Und könnte so das Modell der Zukunft darstellen. (rsn)

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