Beizen aus der Region
Die Kinder nennen sie Tante Teresa

Die bz redet in loser Reihenfolge mit Gastwirten in der Region und zeigt einen Querschnitt durch die regionale Beizen-Szene. Heute sind wir zu Gast bei Teresa Severino im italienischen Restaurant Altavilla in Ormalingen.

Milena Steiger
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Glücklich und zufrieden: Teresa Severino hat ihren Traumberuf gefunden. MST

Glücklich und zufrieden: Teresa Severino hat ihren Traumberuf gefunden. MST

Weshalb lohnt sich ein Besuch in Ihrem Restaurant?

Teresa Severino: Wollen Sie ein gutes italienisches Gericht frisch aus dem Holzofen geniessen? Zum Dessert eine hausgemachte Pannacotta und zum Abschluss einen Grappa oder Limoncello? Dann lohnt sich ein Besuch in meinem Restaurant. Wir haben tolles Essen, eine grosse Terrasse und eine gepflegte Atmosphäre.

Was macht ein gutes Restaurant aus?

Freundliches Personal, welches gut untereinander harmoniert. Man muss sich wie in einer Familie fühlen. Nur dann kann gemeinsam Gutes erreicht werden. Meine drei Mitarbeiter und ich sind wie eine Familie. Das führt zu einer guten Stimmung im Restaurant. Isst man bei uns, so nimmt man automatisch an unserem Familienleben teil. Bei uns sind alle willkommen. Kinder, die schon mehrmals hier waren, kommen ins Restaurant und sagen: «Hallo Tante Teresa.» Dieser Moment ist wunderbar und zeigt mir, dass sich meine Gäste bei mir zu Hause fühlen.

Arbeitet aus Ihrer Familie niemand im Restaurant?

Ich führe das Restaurant mit meinem Mann und erhalte gelegentlich Unterstützung von meiner Familie. Meine Mitarbeiter arbeiten schon über sieben Jahre mit mir – diese Zeit hat uns sehr zusammengeschweisst.

Bieten Sie eine Besonderheit an?

Wir haben viele italienische Spezialitäten. Sehr beliebt sind unsere 32 verschiedenen Pizzasorten. Aber auch andere Holzofen-Gerichte, wie zum Beispiel das Menü Spaghetti Altavilla. Das sind Spaghetti mit einer Sauce aus Schinken, Pilzen, Tomaten und Mozzarella, überbacken mit Pizzateig. Kinder können bei mir eine Herzpizza bestellen – an denen haben sie besonders Freude. Ausserdem organisiere ich drei- bis viermal im Jahr verschiedene Anlässe, wie zum Beispiel an Weihnachten oder Silvester. An diesen Tagen bieten wir immer ein spezielles Menü oder ein Buffet à discrétion an. Dazu italienische Livemusik, zu der jederzeit getanzt werden kann.

In welcher Preisklasse bewegen sich Ihre Tagesmenüs?

Jeden Tag haben wir drei verschiedene Menüs, ein Teigwaren-, ein Pizza- und ein Fleischmenü, die zwischen 15.50 und 17.50 Franken kosten.

Erfüllen Sie auch Spezialwünsche?

Ja, wir versuchen, jeden Wunsch zu erfüllen: Ein Gast kann bei uns etwas bestellen, ohne vorher die Karte anzusehen. Oder wenn jemand seine eigene Pizza zusammenstellen möchte, erfüllen wir diesen Wunsch selbstverständlich.

Weshalb sind Sie Gastwirtin geworden?

Früher habe ich in einem Café in Rheinfelden gearbeitet. Nach 17 Jahren merkte ich: Nun ist die Zeit für eine neue Erfahrung gekommen. Ich hatte von Anfang an sehr viel Ehrgeiz, ein eigenes Restaurant zu führen. Ich muss ganz ehrlich sein: Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Nun bin ich stolz, dass es so gut läuft.

Was gefällt Ihnen an Ihrem jetzigen Beruf?

Alles. Ich bin nach wie vor sehr motiviert und habe Freude am Beruf. Wenn ich sehe, dass die Gäste zufrieden sind, wieder kommen und uns weiterempfehlen, motiviert mich das sehr. Ich möchte in diesem Beruf weiterarbeiten, solange es gesundheitlich möglich ist.

Gibts auch Schattenseiten?

Nein, weil ich es wirklich gerne mache. Ich fühle mich in meinem Restaurant zu Hause.

Auf was muss man besonders achten, wenn man ein Restaurant führt?

Man muss vier Augen haben (lacht). Zwei hinten und zwei vorne. Es ist wichtig, immer die Übersicht zu haben.

Lässt sichs gut leben als Gastwirtin?

Da wir morgens von 11.30 Uhr bis 14 Uhr und abends ab 17.30 Uhr geöffnet haben, habe ich am Nachmittag Zeit für mich. Finanziell ist es aber nicht so einfach. Vor allem, weil es immer mehr Verbote für die Gaststätten gibt. Aber ich komme gut über die Runden. Es läuft ausgesprochen gut, dafür dass ich hier hinten in Ormalingen ein Restaurant führe.

Teresa und Lucio Severino führen seit Oktober 2006 das Restaurant Altavilla. Ihr Team besteht aus drei Festangestellten und zwei Aushilfen. Das Restaurant ist von Montag bis Sonntag geöffnet.

www.altavilla-ormalingen.ch

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