Wohnraum
«Die Liestaler Politik kennt die Bedürfnisse der Bewohner»

Die Stammtischrunde im Café Mühleisen spricht positiv über die Wohnsituation in Liestal. Grundsätzlich sind sie zufrieden. Doch sei es schwer eine Alterswohnung zu finden. Einwohnerratspräsident Hanspeter Stoll plädiert für mehr bezahlbaren Wohnraum für ältere und jüngere Leute

Simon Tschopp
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bz-Stammtischgespräch über die Wohnsituation in Liestal

bz-Stammtischgespräch über die Wohnsituation in Liestal

bz

Irma Mayer und Elisabeth Walde sind sehr zufrieden mit ihrer Wohnsituation in Liestal. Die 83-jährige Irma Mayer lebt im sechsten Stock eines Wohnblocks im Oristal. Ebenfalls im Oristal, aber in einer Alterssiedlung, wohnt Elisabeth Walde (81).

«Es leben Junge, Familien und Ältere hier. Gut durchmischt», meint Irma Mayer. Es habe auch ziemlich viele Ausländer, vor allem aus dem Ostblock. Die meisten könnten Deutsch und arbeiteten tagsüber. Sie habe mit ihnen nicht strengen Kontakt, erzählt Mayer und kommt zum Schluss: «Ich fühle mich wohl.»

Dies gilt auch für Elisabeth Walde. Eine Alterswohnung sei etwas Herrliches, einfach wunderbar. «Es sollte noch mehr solche Angebote in Liestal geben», sagt die 81-Jährige. Aber wo? Die beiden Frauen gestehen, dass es schwierig sei, darauf eine Antwort zu finden.

Für Einwohnerratspräsident Hanspeter Stoll (SP) ist klar, dass die Alterspolitik eine Herausforderung für die Zukunft sein werde. «Die Liestaler Politik kennt die Bedürfnisse.» Er plädiert für bezahlbaren Wohnraum für ältere und jüngere Leute, ist sich aber bewusst, dass die Investoren den Preis bestimmen. «Die Durchmischung, Wohnraum für Jung und Alt, ist heute ein wichtiges Thema», erklärt Stoll und verweist diesbezüglich auf Vorstösse im Einwohnerrat und auf Quartierpläne.

Der Rentner Werner Brönnimann aus Gelterkinden bringt Genossenschaftswohnungen aufs Tapet. Ihm schwebt vor, damit ältere Leute zu integrieren und zu beschäftigen.