Luftqualität
Die Luft ist in der Region Basel ist weniger mit Benzol geschwängert

Die Luftbelastung mit flüchtigen organischen Lösungsmitteln (VOC) hat in der Region Basel zwischen 1991 und 2009 um bis zu drei Vierteln abgenommen. Dies geht aus einer unlängst publizierten Bundesstatistik hervor.

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Kreisel Grabenring/Baslerstrasse in Allschwil

Kreisel Grabenring/Baslerstrasse in Allschwil

Keystone

Die VOC-Belastung werde seit 1991 etwa alle fünf Jahre an verschiedenen Standorten gemessen. In der Region seien es vier Messorte gewesen - von landesweit 24 Orten in 13 Kantonen. Die VOC stammten vor allem von Farben und Lacken, von Chemikalien sowie vom Strassenverkehr.

An der verkehrsreichen Feldbergstrasse in Basel nahmen die VOC- Messwerte zwischen 55 und 75 Prozent ab, in Allschwil am Grabenring um 70 bis 75 Prozent. Trotz der Abnahme sei die aktuelle VOC- Belastung an der Feldbergstrasse jedoch «nach wie vor hoch». Ähnliches beobachtet werde in Genf, Zürich oder St.Gallen.

Immer noch unerwünschte Giftstoffe

Konkret sei die Luft beispielsweise an der Feldbergstrasse mit 2,8 Mikrogramm Benzol pro Kubikmeter mehr als doppelt so stark belastet wie am Grabenring. Gemäss Bundes-Empfehlungen sollte das krebserregende Benzol idealerweise überhaupt nicht mehr in der Aussenluft sein.

Hauptquelle für Benzol sei der Verkehr, da diese Substanz in Benzin enthalten ist. Abgesehen von einer Reduktion des Verkehrs wäre demnach die Luftbelastung laut dem Amt mit einer Reduktion des Benzolgehaltes im Benzin zu erreichen.

Der Bund habe die Maximallimite für Benzol im Benzin bereits einmal gesenkt, sagte ein Sprecher des Lufthygieneamtes beider Basel auf Anfrage. Die Limiten seien je nach Land unterschiedlich; ein Faktor sei indes die Motorentechnik. Benzol sei nicht mit dem Katalysator herauszufiltern.