Musikschule Liestal
Die Musikschule Liestal nistet sich in ihrem Provisorium ein

Die regionale Musikschule Liestal ist im Februar in ein vierjähriges Provisorium umgezogen. Sie richtet sich nun in den neuen Räumen ein, wo es vor allem noch die Akustik zu verbessern gilt. Am 16. können die Räumlichkeiten am Tag der offenen Tür besucht werden.

Andreas Hirsbrunner
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Die Regionale Musikschule Liestal lädt zur Besichtigung ein.
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Die Musikschule Liestal nistet sich in einem Provisorium ein
Leiter Roland Recher freut sich über die neue Musikschule.
Harfenunterricht
Saxophone im Duett
Raum für Klavierunterricht.
Am Klavier

Die Regionale Musikschule Liestal lädt zur Besichtigung ein.

Kenneth Nars

«Das Provisorium ist ein Glücksfall für uns. Aber ich hoffe, dass es nicht länger als vier Jahre dauert.» Mit diesen Worten bringt der Leiter der Regionalen Musikschule Liestal, Roland Recher, seine Gefühlslage im neuen Zentrum der Musikschule an der Rosenstrasse auf den Punkt. Positiv fällt für Recher ins Gewicht, dass die 65 Lehrpersonen und knapp 1100 Schüler in den Pavillons des ehemaligen Lehrerseminars mehr Platz haben. Insgesamt stehen ihnen 22 Übungsräume zur Verfügung, was einiges mehr ist als zuvor an der Burgschule, wo die Musikschule von 1997 bis vergangenen Februar hauste.

Umgezogen ist sie wegen der dortigen Platzansprüche der Sekundarschule. In vier Jahren, so Rechers Hoffnung, soll die Musikschule ein Definitivum im Rotacker-Schulhaus erhalten.

Highlight Schlagzeugraum

Als «suboptimal» empfindet Recher andererseits die Akustik sowie die Lage des neuen Musikschulzentrums. Dieses liegt relativ weit weg vom Bahnhof, was vor allem für die auswärtigen Schüler ein Nachteil ist. Denn die Regionale Musikschule Liestal wird nicht nur von der Stadt Liestal, sondern auch von acht umliegenden Gemeinden getragen.

Und was die Akustik betrifft, so wird derzeit in den 50 Jahre alten, ringhörigen Pavillons gearbeitet, wie ein Rundgang zeigt: Es werden zusätzliche Türen eingesetzt, Wände abgedichtet, wobei Recher als ursprünglich gelernter Feinmechaniker auch selber Hand angelegt. Vor allem wird das künftige Schlagzeugzimmer hergerichtet. Dabei wird ein schallisoliertes Zimmer in das ursprüngliche Zimmer hineingebaut, um die restlichen Musizierenden vor den lauten Tönen zu verschonen.

Allein diese Massnahme verzehre etwa die Hälfte der 120 000 Franken hohen Sanierungskosten, sagt Recher. Aber nicht nur das auf Ostern fertige Schlagzeugzimmer, sondern auch der ideal gelegene Ensembleraum in der Mitte der fast wie eine römische Villa angeordneten Pavillons freut Recher besonders: «Wir haben über 30 Ensembles. Sie sind uns ganz wichtig.» Denn in den Orchestern und Chören würden die Jugendlichen auch sozial aufgefangen und bewältigten musische Sinnkrisen besser.

Und, so fügt Recher bei, die Ensembles seien auch eine gute Verbindung zu den Musikvereinen in der Region. Denn Ensembles-Schüler würden im Gegensatz zu jenen mit Einzelunterricht später viel häufiger in einen Verein übertreten. Beim Instrumentalunterricht schwingen in Liestal immer noch die Klassiker obenaus: Am beliebtesten ist das Klavier mit 180 Schülern, gefolgt von Gitarre und Schlagzeug mit 160 respektive 140 Schülern. Auf der andern Seite der Rangliste steht das Fagott mit drei Schülern.

Wer das neue Liestaler Musikschulzentrum sehen will, hat am Tag der offenen Türe vom 16. März Gelegenheit. Nebst Instrumenten-Präsentationen gibt es Konzerte und auch eine Cafeteria.

www.rm-liestal.ch