Wahlen Baselland
Die neue Baselbieter Regierung: Das Pendel schlägt wieder nach links

Nach vier Jahren in bürgerlicher Hand hat das Baselbiet am Sonntag die SP wieder in die Regierung gewählt. Für den Kanton eine gute Wahl – doch jetzt hängt einiges an der Direktionsverteilung.

Andreas Schwald
Andreas Schwald
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Priska Jaberg wurde erst im Sommer 2018 als Nachrückende für Elisabeth Augstburger angelobt. Nun ist sie bereits wieder abgewählt.
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Der Landrat wird ab Sommer ein ziemlich anderes Gesicht zeigen.
Wahlen BL Eric Nussbaumer
Wahlen BL Thomas de Courten gratuliert Kathrin Schweizer zur Wahl in die Regierung.
Wahlen BL
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Wiedergewählt: Anton Lauber (CVP)
Wiedergewählt: Isaac Reber (Grüne)
Neu gewählt: Kathrin Schweizer (SP)
Wiedergewählt: Monica Gschwind (FDP)
Wiedergewählt: Thomas Weber (SVP)
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Der Baselbieter Regierungsrat ist wieder komplett.
Neu dabei: Kathrin Schweizer (SP). Sie macht ein beeindruckendes Resultat.
Wahlen BL
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Kathrin Schweizer und Entourage sind eingetroffen.
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Wahlen BL Besuch aus dem Nachbarskanton: BS-Regierungsrat Baschi Dürr
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Wahlen BL Kathrin Schweizer liegt super im Rennen.
Wahlen BL Die ersteb Resultate werden im Wahlforum im Regierungsgebäude angeschaut.
Kathrin Schweizer hängt am Morgen vor den Wahlen ihre Wahlplakate ab. Sie steigt nach den ersten ausgezählten Gemeinden mit einem guten Zwischenresultat ins Rennen.
Heute wird im Kanton Baselland gewählt.
Nach 21 ausgezählten Gemeinden.
Nach 25 ausgezählten Gemeinden.
Nach 28 ausgezählten Gemeinden.
Nach 29 ausgezählten Gemeinden.
Nach 46 ausgezählten Gemeinden.
Nach 66 ausgezählten Gemeinden.
Nach 75 ausgezählten Gemeinden.
Schlussresultat
Schlussresultat: So sind die Sitze im Landrat neu verteilt.

Priska Jaberg wurde erst im Sommer 2018 als Nachrückende für Elisabeth Augstburger angelobt. Nun ist sie bereits wieder abgewählt.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Ganz bürgerlich war das Baselbiet während der vergangenen vier Jahren ja nie, dafür sorgte der Grüne Regierungsrat Isaac Reber, zumindest numerisch in der fünfköpfigen Regierung. Ansonsten aber dominierten die Bürgerlichen, nachdem die FDP 2015 die SP aus der Regierung verdrängt hatte – nach 90 Jahren waren die Sozialdemokraten, zweitstärkste Partei des Kantons, überraschend in der Opposition. Mit der Wahl von Kathrin Schweizer endet diese Durststrecke.

Zu recht. Das bürgerliche Experiment mit zwei FDP-Regierungsrätinnen und ohne SP-Vertretung funktionierte im politischen Betrieb nur bedingt. Der Ton im Parlament war scharf, die Fraktionen kämpften mit harten Bandagen, allen voran die SP, die ihre Oppositionsrolle ernst nahm. Dem Baselbieter Wahlvolk ging die Geduld aus, sie hat das Kräfteverhältnis deutlich korrigiert. Thomas de Courten hatte als Herausforderer der SVP keine Chance auf die Nachfolge der abtretenden FDP-Regierungsrätin Sabine Pegoraro. Selbst der bisherige SVP-Regierungsrat Thomas Weber hatte bei der Medienkonferenz der neuen Regierung nur ein paar knappe Worte der Würdigung für seinen Mitstreiter übrig.

Schweizer will die «soziale Stimme» in der Regierung sein. Das hat sie während des Wahlkampfs immer wiederholt, das sagte sie auch am Sonntag vor den Medien. Wie stark diese Stimme zum Tragen kommt, wird auch von der Direktionsverteilung abhängig sein. Mit der Bau- und Umweltschutzdirektion wird ein Schlüsseldepartement frei, das bislang fest in bürgerlicher Hand war. Dass die SP-Frau Schweizer im Strassenbaukanton Baselland diese Direktion erhält, ist daher fraglich. Zumal auch Sicherheitsdirektor Isaac Reber, immerhin ausgebildeter Raumplaner, mit dieser Direktion liebäugeln soll.

Angesichts der Lage bei den Parlamentswahlen, wo die Linke und vor allem die Grünen voraussichtlich Sitzgewinne verzeichnen dürfen, schreitet das Baselbiet in eine politisch produktivere Legislatur, die von weniger Positionskämpfen und einer stärker an Dossiers orientierten Politik profitieren kann. Damit tut allein die Präsenz der «sozialen Stimme» Schweizers in der Kantonsregierung gut. Insofern war der Wahlsonntag zumindest hinsichtlich der Regierung vor allem eine Kurskorrektur durch die Baselbieter Bevölkerung.

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