Langenbruck
Die Öko-Pioniere forschen ab sofort in einem Neubau

Es waren Pioniere, die vor 33 Jahren das Ökozentrum Langenbruck gründeten. Am Wochenende öffnet das Ökozentrum Langenbruck seine Türen. Am Tag der offenen Tür zeigt sich das Zentrum im neuen Look. Gönner machten es möglich.

Eva Wieser
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In der neuen Forschungshalle fühlt sich «Smile» wohl.

In der neuen Forschungshalle fühlt sich «Smile» wohl.

zvg

Präsentiert werden die neue Forschungshalle und ein frisch saniertes Gebäude, was dank Gönnern ermöglicht wurde. «Die Freude des Teams am neuen Auftritt des Ökozentrums ist gross», berichtet Kathrin Maag, Medienverantwortliche des Ökozentrums. Endlich würde das Gebäude ihren Ideologien entsprechen: Die neue Halle wurde nach Minergie-P-Eco-Standard gebaut, die Sanierungsarbeiten am rund 60 Jahre alten Gebäude erlauben eine Senkung des Energiebedarfs von einem Drittel.

Es waren Pioniere, die vor 33 Jahren das Ökozentrum Langenbruck gründeten. Sie hatten die Vision einer zukunftsfähigen und ressourcenneutralen Gesellschaft. Diese Vorstellung lenkt bis heute die Arbeit der ökologischen Querdenker. Dank der Erforschung und Entwicklung innovativer Technologien sowie der Vermittlung von Wissen soll die Vision der Realität näher kommen.

Wichtige Zusammenarbeit

Mit dem Bau der neuen Halle setzt das Ökozentrum ein klares Zeichen, weiterhin beim Forschen und Entwickeln neuer Technologien mitzumischen. Als neustes Produkt ihrer Arbeit präsentiert das Team das Elektroauto «Smile» (bz berichtete).

1973, als das Ökozentrum gegründet wurde, gab es noch keine vergleichbare Institution, die ebenfalls an innovativen Projekten forschte. Heute sieht das etwas anders aus: Gerade Hochschulen engagieren sich stark für zukunftsorientierte Technologien. Da taucht schnell die Frage auf, ob ein Neubau einer eigenen Forschungshalle höchste Priorität hat. Maag betont, dass das Ökozentrum keinen Alleingang suche, im Gegenteil: «Wir sind gut vernetzt, die Zusammenarbeit mit andern Institutionen ist uns wichtig.»

Wer sich am Samstag auf den Weg ins Oberbaselbieter Passdorf begibt, um sich ein Bild vom Ökozentrum im neuen Look zu verschaffen, bekommt eine Vorstellung, welchen Tätigkeiten die Umweltfreaks nachgehen. Acht Projekte stehen im Fokus, so beispielsweise die bewährten Energie-Erlebnistage, welche in Schulen durchgeführt werden, oder die neuartigen Schwachgasturbinen. Die Besucher erhalten einen Einblick in eine gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Fabrik des unkonventionellen Denkens.

Grün werden im Trend

Heute versuchen viele Unternehmen, sich ein grünes Mäntelchen umzulegen. Sie werben mit ihrem Umweltbewusstsein und versuchen so, ihr Image aufzubessern. Das Ökozentrum ist nicht beunruhigt, bald ein Unternehmen unter vielen zu sein. Maag ist zuversichtlich, sie sehe in diesem Trend keine Konkurrenz. Schliesslich sei es Ziel des Ökozentrums, eine zukunftsfähige Gesellschaft zu schaffen. «Der Begriff Nachhaltigkeit steht seit 33 Jahren in unseren Statuten», erklärt Maag stolz. Da sei es doch nur erfreulich, wenn sich andere Firmen mit diesem Begriff auseinandersetzen. Das Ökozentrum hat also seine Rolle als Vordenker erfüllt.