Eishockey
Die Sharks verlieren die letzte Partie des Jahres

Auf das Ausrufezeichen in Visp, folgte ein Fragezeichen gegen Ajoie. Die Basel Sharks verlieren in der Nationalliga B zu Hause gegen die Jurassier mit 3:5.

Jonas Burch
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EHC Basel gegen HC Ajoie in der St.Jakob Arena in Basel.
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Jamie Wright erorbert den Puck vor Miguel Orlando.
Michel Loichat mit einem Distanzschuss an James Desmarais vorbei
Der Ehc versucht hier mit Michael Loichat erneut in Fuehrung zu gehen ,was ihm aber nicht gelingt
Jamie Wright und Kevin Frey beim Fihgt um den Puck
EHC Topscorer Jonathan Roy zum 10
Torjubel beim EHC und Frust bei Ajoie nach dem 10
Verfolgt von Daniele Grass setzt sich Cyrill Scherwey auch gegen Kevin Frey durch
Dario Gartmann trickst Lionel D'Ursi aus und passt auf Cyrille Scherwey
Jamie Wright und Kevin Frey beim Fihgt um den Puck
Eric Arnold und Jamie Wright scheitern trotz intensivem Druck an der Ajoie Abwehr
Ajoie erziehlt waehrend der Sperre von Bonnet den Ausgleich durch James Desmarais

EHC Basel gegen HC Ajoie in der St.Jakob Arena in Basel.

Martin Töngi

Und wieder rätselt der Anhang in der St. Jakob-Arena: Wieso bringen die Sharks partout keine Konstanz in ihr Spiel? Ansätze hätte es jedenfalls genug gegeben, um den Jurassiern mit breiter Brust gegenüberzutreten: der Flirt mit Platz 6 oder ein versöhnlicher Jahresabschluss hinter ein durchzogenes Hockeyjahr.

Es sollte abermals nicht sein, obwohl alles so gut begonnen hatte. Basel schnürte den Tabellenvierten in den Startminuten regelrecht ein und erspielte sich Chancen im Minutentakt. In der 7. Minute wurde das Anrennen belohnt: Topskorer Jonathan Roy versenkte die Scheibe auf Zuspiel von Julien Bonnet in den Maschen. Unverständlicherweise kippte danach die Partie.

Gäste konsequenter

Innerhalb von sieben Minuten drehte Ajoie ein 0:1 in ein 3:1. Beide Teams waren sich bis dahin ebenbürtig. Eigentlich. Nur nutzten die Gäste ihre Chancen konsequent, ja fast schon brutal, aus. Bereits nach dem ersten Drittel und dem 1:3-Zwischenstand, fühlte es sich an, als ob die Partie entschieden wäre. Ajoie spulte die weiteren Drittel unaufgeregt ab. Auch nach dem zweiten (Schäublin) und dritten (Wittwer) Treffer innerhalb einer Minute im Mitteldrittel wollte der Funke nicht auf die Mannschaft und das Publikum überspringen. Woran liegts? Fehlt es den Baslern an den nötigen Charakterköpfen? Zu oft vermisst man jemanden, der das Team motiviert und anheizt – vor allem in matchentscheidenden Phasen.

Scheuble mit Tor und Assists

Einer wie Ajoies Topskorer James Desmarais eben. Der Kanadier war Strippenzieher des Auswärts-Erfolgs und konnte sich am Ende der Partie drei Skorerpunkte gutschreiben lassen. Bei den Baslern will das Prädikat Leader keinem so wirklich passen. Einzig Olivier Schäublin (machte ein Tor und ein Assist) deutet an, dass er ein würdiger Nachfolger von Ex-Captain Stefan Voegele sein könnte.

2013 soll besser werden

Mit dieser 3:5-Niederlage im Hinterkopf nimmt Basel-Trainer Dany Gélinas kein Blatt vor den Mund: «Einige Spieler sind nicht fähig, zwei Spiele in Folge eine gute Leistung abzuliefern.» Das sitzt. Von all den guten Ansätzen im Spiel gegen Visp war in der Tat nur noch wenig zu sehen. «Auch wenn die Ajoie-Tore aus dem Nichts fielen, ist man am Ende immer noch seines eigenen Glückes Schmied», sagt der Kanadier weiter.

Überbewerten sollte man diese Niederlage zum Jahresende aber nicht. Basel hat Potenzial, das steht ausser Frage. Spielerisch kann man mit Teams wie Ajoie mithalten, am Ende fehlt leider immer dieses gewisse Etwas. Vor- und Ansätze fürs neue Jahr gibts jedenfalls genug. «Ich wünsche mir, dass 2013 ein besseres Jahr als das vergangene sein wird», blickt Gélinas voraus.