Oberwil-Woche
Diese Website gewährt einen Blick in Oberwils Vergangenheit

Auf der Website altoberwil.ch lässt sich der Wandel des einstigen Bauerndorfes zur Agglo-Gemeinde in eindrücklichen Bildreihen verfolgen.

Von Michel Ecklin
Merken
Drucken
Teilen
Auf der linken Seite der beiden Fotos sind die alten Gebäude die gleichen, aber der öffentliche Raum davor hat sich massiv geändert: Der Schwanenplatz um die Jahrhundertwende und heute.

Auf der linken Seite der beiden Fotos sind die alten Gebäude die gleichen, aber der öffentliche Raum davor hat sich massiv geändert: Der Schwanenplatz um die Jahrhundertwende und heute.

zvg altoberwil.ch

Im Oberwiler Richtplan von 1964 wurden gerade mal zwei Gebäude im Dorfkern als erhaltenswert eingestuft, nämlich das alte und das neue Pfarrhaus. Am heftigsten wütete die Abrissbirne rund um den Postplatz. Dort wurden innert weniger Jahre alle Bauernhäuser abgerissen.

Sehr gut nachverfolgen lässt sich das auf der Website des Vereins Altoberwil, wo zahlreiche Bilder den Zustand von Strassen und Gebäuden in Oberwil vor und nach dem Bauboom der Nachkriegszeit zeigen. Rund um die Kirche ist noch einige Bausubstanz erhalten geblieben. Neben den (heute umgenutzten) Bauernhäusern sind das zum Beispiel der ehemalige Verkaufsladen der Birseck’schen Produktions- und Konsumgenossenschaft (der Vorgängerin von Coop) und das Sprützehüsli, wo Feuerwehr, Schule und Gefängnis in einem winzigen Gebäude Platz fanden.

Eindrücklich nachvollziehen lässt sich bei Altoberwil die Entwicklung am Schwanenplatz. Dieser trägt inzwischen nicht mal mehr die Bezeichnung «Platz», weil die verbreiterte Strasse, ein Parkplatz und eine Unterführung dominieren. Kaum vorstellbar, dass noch bis vor wenigen Jahrzehnten die Bauern auf dem (inzwischen an den Strassenrand verlegten) Brunnen mitten auf dem Platz ihre Kühe tränkten und sich das gesellschaftliche Leben Oberwils hauptsächlich hier abspielte.