SVP Baselland
Dieter Spiess fliegt nun doch nicht aus der Baselbieter SVP

Der ehemalige Baselbieter SVP-Präsident Dieter Spiess bleibt in der SVP, trotz massiver Kritik an seinen Nachfolgern. Jeder dürfe seine Meinung frei äussern, auch in den Medien, sagt der neue SVP-Präsident Oskar Kämpfer nach einer Aussprache.

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Dieter Spiess, ehemaliger Präsident der SVP Baselland

Dieter Spiess, ehemaliger Präsident der SVP Baselland

Keystone

Ein Erfolg auf der ganzen Linie scheint die Aussprache zwischen alt Parteipräsident Dieter Spiess und der aktuellen Leitung der SVP Baselland am Dienstagabend gewesen zu sein – zumindest aus Sicht der amtierenden Parteispitze.

«Es war ein konstruktives Gespräch, bei dem wir den gemeinsamen Weg bestärkt haben», sagt Spiess’ Nachfolger Oskar Kämpfer auf Anfrage. Vergessen scheint die harte Kritik von Spiess an der aktuellen Parteilinie und explizit an Vertretern wie Kämpfer oder SVP-Landrat Hanspeter Weibel. Spiess hatte Weibel als Drahtzieher hinter dem Parteiausschluss des Binniger SVP-Vertreters Urs-Peter Moos bezeichnet. «Sein Ziel war es, Moos politisch zu erledigen», warf Spiess Weibel öffentlich vor.

«Jeder darf seine Meinung äussern»

Dem neuen SVP-Präsidenten Oskar Kämpfer warf er Führungsschwäche und fehlende Unabhängigkeit vor. «Sogar die FDP ist im Baselbiet inzwischen besser aufgestellt», giftelte Spiess.

«Seine Äusserungen werden keine Konsequenzen haben. Ein Ausschluss aus der Partei stand nie zur Diskussion», betont Kämpfer. Jedes Parteimitglied dürfe frei seine Meinung äussern – auch in den Medien.

Trotzdem reagierte die Parteileitung auf Spiess’ Gang an die Öffentlichkeit mit einem Communiqué, in dem sie ihre Enttäuschung und ihren Ärger ausdrückte. «Dieter Spiess ist ein SVP-Schwergewicht. Da darf er in der Partei nicht wie ein Fremdkörper wirken», erklärt Kämpfer ausweichend. Spiess selber war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (mn)