Münchenstein
EBM erhöht Strompreis per 2014 um 7,6 Prozent - EBL um 3,3 Prozent

Die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) und die Elektra Baselland (EBL) erhöhen per 2014 ihre Strompreise. Bei der EBM steigt der Standard-Strompreis um durchschnittlich 7,6 Prozent, bei der EBL um durchschnittlich 3,3 Prozent.

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EBM in Münchenstein.

EBM in Münchenstein.

Kenneth Nars

Die beiden Stromversorgungsunternehmen gaben die Strompreiserhöhungen am Mittwoch bekannt. Die EBM begründete den Anstieg in einem Communiqué mit den nun ausschliesslich erneuerbaren Quellen und mit höheren Abgaben für Dritte.

Ab 1. Januar stammt bei der EBM der Standard-Strom ganz aus erneuerbaren Quellen. Wer Strom aus nicht überprüfbaren Quellen bevorzugt, bekommt diesen künftig 1,5 Rappen billiger als den neuen EBM-Standardstrom. Wer hingegen voll auf Kleinwasserkraft und Sonnenstrom setzen will, legt 7,5 Rappen drauf, wie es weiter hiess.

Stark gestiegen seien die Netznutzungskosten: insgesamt um 43 Prozent. Auf den Netznutzungspreis für die EBM-Kundschaft schlage dies dank Effizienzbemühungen mit durchschnittlich 4,5 Prozent durch.

Der Anteil erneuerbarer Energie in der Herkunftsdeklaration sei bei der EBM 2012 auf 27,8 Prozent gestiegen. So sei das alte Zwischenziel für 2015 bereits überschritten. Neu habe das Unternehmen diese Latte auf 35 Prozent grünen Strom per 2015 erhöht. Bis 2050 sollen es 80 Prozent sein.

Die EBL verweist in einer Mitteilung auf die kostendeckende Einspeisevergütung des Bundes (KEV), die Abgaben zum Schutz der Gewässer und Fische und die Abgaben und Leistungen an das Gemeinwesen: Diese seien höher. Zudem verdoppelten sich die Preise der Systemdienstleistungen des Netzbetreibers Swissgrid.

Diese von der EBL nicht beeinflussbare Entwicklung führe insgesamt zu einer höheren Belastung für die Endkunden. Je nach Kundengruppe (Privat- oder Geschäftskunden) und nach Verbrauchsverhalten bewegten sich die Preisänderungen zwischen 0 und 6 Prozent.

Grosser Nachfrage erfreue sich das Energieeffizienz-Programm «1000jetzt!», mit dem die EBL effizienten Energieinsatz bei Kunden unterstützt, hiess es weiter. Bisher seien mehrere hundert Projekte realisiert worden. Im übrigen hättenen alle EBL-Kunden auch weiterhin die Wahl zwischen der Stromqualität «grau» und den ökologischen Produkten «Standard» sowie «grün».