«Ehe für alle»
Auftakt des Abstimmungskampfs: Baselbieter Jungfreisinnige kleiden Liestaler Aussichtsturm ein

Die Jungfreisinnigen Baselland haben am Montag zum Kampagnenstart für die «Ehe für alle» den Aussichtsturm Liestal in Regenbogenfarben gekleidet.

Lea Meister
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Die Baselbieter Jungfreisinnigen lancieren den Abstimmungskampf.

Die Baselbieter Jungfreisinnigen lancieren den Abstimmungskampf.

zVg

Die rund 12 Meter lange Flagge soll «ein starkes Zeichen für die individuelle Selbstbestimmung und gegen die vorherrschende Diskriminierung setzen», wie es in der Medienmitteilung der Jungpartei heisst. Über die «Ehe für alle» wird auf eidgenössischer Ebene am 26. September abgestimmt.

Man wolle mit diesem Auftakt des Abstimmungskampfs auf die wichtige Vorlage aufmerksam machen und möglichst viele, vor allem junge, Stimmberechtigte erreichen und mobilisieren.

Der 30 Meter hohe Aussichtsturm erstrahlt in den Regenbogenfarben.

Der 30 Meter hohe Aussichtsturm erstrahlt in den Regenbogenfarben.

zVg

«Jede Person soll ihr Leben so ausgestalten können, wie er oder sie sich das wünscht», sagt Lucio Sansano, Präsident der Jungfreisinnigen Baselland. «Wir wollen unsere volle Unterstützung und Solidarität zur LGBTQIA+ Community kundgeben, denn für uns ist es absolut unverständlich, dass heute für gleiche Menschen mit gleichen Liebesbeziehungen ungleiche Rechte gelten», so Sansano.

Zentrale Rolle im Abstimmungskampf

Die Baselbieter Jungfreisinnigen wollen im Abstimmungskampf zur «Ehe für alle» eine zentrale Rolle einnehmen. Eine Differenzierung zwischen heterosexuellen und homosexuellen Paaren sei ungerechtfertigt und lange nicht mehr zeitgemäss. Die vorherrschende Ungleichbehandlung bedeute ausserdem auch einen Einschnitt in die individuelle Freiheit von Einzelpersonen, so heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Für die Jungfreisinnigen steht fest: Die Ehe muss kompromisslos für alle eingehbar sein, die sich eine solche wünschen.