Doppelstab-Lied
«Ein Basel» lanciert einen musikalischen Konter

Die Fusionsbefürworter haben ihre Kampagne zur Abstimmung vom 28. September gestartet. Sie erzählten nicht viel Neues, aber präsentierten ihre Plakate und das Doppelstab-Lied von Markus Heiniger.

Leif Simonsen
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Die Fusionsbefürworter von «Ein Basel» setzen auf Wortspiele.

Die Fusionsbefürworter von «Ein Basel» setzen auf Wortspiele.

Martin Töngi

An grossen Namen mangelt es nicht im Komitee von «Ein Basel», das für den Gegenvorschlag zur Fusionsinitiative einsteht. Beim Kampagnenstart am Mittwoch versammelten sich in Münchenstein Baselbieter Bundesparlamentarier (CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter), hochrangige Wirtschaftsvertreter (Handelskammer-Direktor Franz Saladin) und alt Regierungsräte (SPler Peter Schmid), um gut fünf Wochen vor der Abstimmung nochmals ihre Argumente in die Waagschale zu werfen.

Viel Neues gab es dabei nicht zu hören. Saladin sprach von den Reibungsverlusten, welche durch eine Fusion der beiden Kantone Baselland und Basel-Stadt vermieden werden könnten: «Jährlich sind Einsparungen von 400 Millionen Franken möglich.»

Schmid räumte ein, dass auch er einst anderer Meinung gewesen sei. «Als ich Regierungsrat wurde, war ich von der Partnerschaft überzeugt. In zunehmendem Masse wurden mir aber die Grenzen der Partnerschaft bewusst.»

Wie viel Energie in die gemeinsamen Projekte zwischen Basel-Stadt und Baselland investiert werden müsse, könne man als Aussenstehender nur schlecht beurteilen. Und der grüne Landrat Klaus Kirchmayr warf den Gegnern der Initiative schlicht vor, «sich der Zukunft zu verweigern».

Die Plakatkampagne will signalisieren, dass die Kantone Basel-Stadt und Baselland nur gemeinsam funktionieren. Die Slogans sind dementsprechend auf den ersten Blick fehlerhaft und lauten etwa «Keine Chance ausl ssen» oder «Keine halben Sach». Einen Coup hingegen landeten die Fusionsbefürworter mit dem Doppelstab-Lied von Markus Heiniger, der eine brillante «sprachlich-musikalische Entgegnung» auf Florian Schneiders Rotstablied vortrug.

«Die mit em schwarze Stab, genau

die hän d Fasnacht, die andre au

und hämmer alli au kei See

was sölls, mir hän dr Rhy und dr FCB»,

trällerte Heiniger etwa zur allgemeinen Erheiterung. Ob seine Worte Widerhall finden, wird sich aber erst am Abstimmungssonntag vom 28. September zeigen.