Krankenkasse EGK
Ein Gesundheitsareal für Laufen? Stadtpräsident Alex Imhof: «Diese Idee ist spannend!»

Laufen sucht einen Ort für das neue ambulante Gesundheitszentrum. Diskutiert wird, ob es unmittelbar beim neuen EGK-Hauptsitz stehen soll.

Dimitri Hofer
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Laufen sucht einen Ort für das neue ambulante Gesundheitszentrum. (Symbolbild)

Laufen sucht einen Ort für das neue ambulante Gesundheitszentrum. (Symbolbild)

Keystone

Es ist ein Zufall, der für Laufen zu einer Chance werden könnte: Die im 5000-Seelen-Städtchen beheimatete Krankenkasse EGK baut momentan auf dem grosszügigen Areal Birspark in der Nähe des Bahnhofs ihren neuen Hauptsitz. Gleichzeitig suchen Kantonsspital Baselland (KSBL), Kanton und Laufentaler Gemeinden nach einem Standort für das neue ambulante Gesundheitszentrum.

Dieses folgt auf das Spital Laufen, das im Herbst des kommenden Jahres den stationären Betrieb einstellt. Dazu entschlossen sich die Zuständigen aufgrund einer jahrelangen tiefen Nachfrage des Krankenhauses und damit verbundenem Defizit. Nach einer Übergangsphase in den Räumlichkeiten des Spitals soll das neu gebaute Gesundheitszentrum im Jahr 2024 bezogen werden.

Auf dem Areal Birspark gäbe es noch genug Platz

An der Präsentation ihrer Zukunftspläne vergangene Woche vor den Medien in Laufen sprachen die Verantwortlichen davon, für das ambulante Zentrum einen Ort in Bahnhofsnähe zu bevorzugen. Nicht genannt bei den allfälligen Standorten wurde das Areal Birspark, das sich fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt befindet. In Laufen munkelt man, dass das neue Gesundheitszentrum auf dem gleichen Areal gebaut werden könnte wie der thematisch ähnlich ausgerichtete EGK-Hauptsitz. Platz wäre im Gebiet jedenfalls genug Platz vorhanden. 8000 Quadratmeter Fläche liegen noch brach und können genutzt werden.

Bei der EGK, die mit rund 85'000 Versicherten ein bedeutender Player im regionalen Gesundheitswesen ist, steht man einer Ansiedlung des Zentrums nebenan positiv gegenüber. «Wir erachten es als realistisch und sinnvoll, auf dem Gebiet Birspark ein eigentliches Gesundheitsareal zu etablieren, anstatt etwa weitere Wohnungen zu planen», sagt EGK-Sprecherin Ursula Vogt. Die von der Krankenkasse geplante Parking-Möglichkeit im Tiefgeschoss lasse eine Erweiterung für zusätzliche Nutzer zu. Eine Unterbringung beider Institutionen im gleichen Gebäude sei aber nicht möglich, da der EGK-Neubau bereits gebaut wird und auf dem genehmigten Quartierplan beruht.

Stadtpräsident und das KSBL finden Idee gut

Die Idee, EGK-Hauptsitz und Gesundheitszentrum auf dem selben Areal anzusiedeln, stösst auf Anklang. Stadtpräsident Alex Imhof fände eine solche Konzentration «spannend». Krankenkasse und Gesundheitszentrum passten vom Thema her zusammen. KSBL-Sprecherin Anita Kuoni sagt: «Die Idee einer Verbindung des EGK-Neubaus und des geplanten Gesundheitszentrums ist für die Standort-Evaluation durchaus interessant.»

Auch wenn ein Gesundheitsareal Sympathien geniesst, ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Jetzt gehe es erst einmal darum, ein Konzept für das ambulante Zentrum auszuarbeiten, sagt Imhof. In der Umgebung des Bahnhofs habe es, abgesehen vom Birspark, einige Freiflächen und Gebäude, die für ein Gesundheitszentrum infrage kämen.