Baselland
Ein Husarenstück: 33,5 Kilo Kokain beschlagnahmt

Die Baselbieter Behörden haben Kokain im Wert von über drei Millionen Franken sichergestellt. «Dieser Drogenaufgriff ist bedeutend und wird diesen Männern sicher wehtun», heisst es bei der Staatsanwaltschaft.

Simon Tschopp
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33,5 Kilogramm Kokain haben die Baselbieter Strafverfolgungsbehörden sichergestellt.

33,5 Kilogramm Kokain haben die Baselbieter Strafverfolgungsbehörden sichergestellt.

Die Baselbieter Strafverfolgungsbehörden haben einen ­veritablen Coup gelandet: In zwei Fällen stellten sie Kokain mit einem Bruttogewicht von insgesamt 33,5 Kilo und einem Strassenverkaufswert von über drei Millionen Franken sicher. Vier dringend tatverdächtige Männer sind festgenommen worden und sitzen in Untersuchungshaft. Eine intensive, behördenübergreifende Kooperation und effiziente Kontrollen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) führten zu diesen Fahndungserfolgen.

Die Drogen wurden bei Kontrollen am 22.Oktober und 3.Dezember im Raum Pratteln konfisziert. Zuerst verhaftete eine Patrouille der EZV einen 32-jährigen Italiener, in dessen Auto sich 14 Pakete Kokain mit einem Bruttogewicht von 16 Kilo befanden (Strassenverkaufswert mindestens 1,4 Millionen Franken). Anfang Monat gingen zwei im Konvoi fahrende Fahrzeuge ins Netz. Dabei wurden auf einem Rastplatz drei Männer aus Albanien und Mazedonien im Alter von 29, 39 und 42 Jahren festgenommen. In einem der beiden Autos wurden 18 Pakete Kokain, die ein Betäubungsmittelspürhund im Lüftungsbereich erschnüffelte, gefunden. Die Pakete wogen brutto 17,5 Kilo, der Strassenverkaufswert des Stoffs betrug mindestens 1,7 Millionen Franken.

Strafrechtlich relevant ist jedoch das Nettogewicht der Drogen, das reine Kokain. Die Angaben der Staatsanwaltschaft beinhalten auch die Streckmittel und die Plastikverpackung. Zudem wird der Strassenverkaufswert absichtlich konservativ berechnet.

«Dieser Drogenaufgriff ist bedeutend»

Ob die zwei Fälle im Zusammenhang stehen, werden die Untersuchungen zeigen. «Das wissen wir noch nicht», erklärt Michael Lutz, Mediensprecher der Baselbieter Staatsanwaltschaft. Woher diese Drogen über welche Transportwege wohin gelangen sollten, dazu schweigt Lutz, aus ermittlungstaktischen Gründen. Bekannt ist: Viel Stoff kommt über Albanien – dahinter steckt die albanische Mafia – via Italien in die Schweiz und nach Deutschland.

Die Menge der beschlagnahmten Drogen von 33,5 Kilo bezeichnet die Staatsanwaltschaft als «erheblich». Auch der Strassenverkaufswert von über drei Millionen Franken ist laut Michael Lutz «wirklich viel».

Dieser Drogenaufgriff ist bedeutend und wird diesen Männern sicher wehtun.

Der bisher grösste Fund im Baselbiet erfolgte im Februar 2010 im Muttenzer Auhafen. Dort wurden in einem Container mit Kaffeesäcken aus Guatemala 70 Kilo Kokain festgestellt mit einem Schwarzmarktpreis von gegen acht Millionen Franken. Die Drogen fanden irrtümlich den Weg in die Schweiz und waren nicht für den hiesigen Markt bestimmt. Offenbar unterlief den Drogenschmugglern beim Umladen ein Fehler. Das Rheinschiff gelangte von Rotterdam in den Auhafen.