Sekundarschule Laufental
Ein schwerer und steiniger Weg bis zum modernen Neubau

Nach Verzögerungen und Baustopp ist das neue Gebäude der Sekundarschule Laufental endlich in Betrieb.

Simon Tschopp
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Sek Laufen 4
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Der moderne Neubau hat viele Glasfronten und ein gezacktes Scheddach.
Drei Jahre wurde gebaut.
Es kam zu Verzögerungen und einem Baustopp.
Eine Eröffnungsfeier steht noch aus.

Sek Laufen 4

Nicole Nars-Zimmer

Zäh, sehr zäh verlief die Bauphase des Neubaus der Sekundarschule Laufental im Bezirkshauptort. Wegen Störungen im Bauablauf erfuhr das Programm mehrfach Umstellungen. Am vergangenen Montag nun ist das gut 40 Millionen Franken teure Gebäude in Laufen seiner Bestimmung übergeben worden – nach rund dreijähriger Bauzeit.

Diese wurde geprägt von Verzögerungen, die Mitte Mai in einem Baustopp gipfelten, der eineinhalb Monate dauerte. Aber nicht der Baustopp sorgte für den Verzug. «Der Grund für die Verzögerungen war, dass die Generalunternehmerin ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen war und sie mehrfach angesetzte Fristen ungenutzt verstreichen liess», erklärt Roland Borer, Leiter Realisierung im Baselbieter Hochbauamt.

Von Generalunternehmerin im Streit getrennt

Nachdem die Generalunternehmerin Steiner AG abgesetzt und der Baustopp aufgehoben worden waren, führte das Hochbauamt die Arbeiten mit einem grossen Teil der ursprünglich vom Generalunternehmen vor Ort beschäftigten Firmen weiter. «Die entstandenen Probleme und Schwierigkeiten konnten soweit gelöst werden, dass einer zügigen Fertigstellung des Projekts nichts mehr in Wege stand», sagt Borer zum Bauverlauf im zweiten Semester des vergangenen Jahres.

Zudem hatte die Steiner AG Bauschäden verursacht, die behoben werden mussten. Die bisher dafür aufgelaufenen Mehrkosten betragen zwischen einer und zwei Millionen Franken. Gut möglich, dass es zwischen dem Kanton und der Steiner AG noch zu einer juristischen Auseinandersetzung kommt. Denn momentan bestehen finanzielle Forderungen seitens der Generalunternehmerin und finanzielle Gegenforderungen seitens der Auftraggeberin.

Eröffnungsfeier auf später verschoben

Es sei ein schwerer und steiniger Weg gewesen, der jedoch zu einem guten Resultat geführt habe, ist Roland Borer vom Hochbauamt überzeugt. Der moderne Schulhaus-Neubau mit viel Glasfronten und einem gezackten Scheddach ist für 18 Klassen ausgelegt, deren Schülerinnen und Schüler dort seit Anfang Jahr die Schulbank drücken. Wegen der Corona-Situation war lange unklar, ob eine Eröffnungsfeier stattfinden kann. Mittlerweile ist ein solches Fest auf unbestimmte Zeit verschoben.

Bis im kommenden Sommer wird die alte Schulanlage, in der bis zu den Weihnachtsferien noch unterrichtet worden ist, zurückgebaut. Danach können die Aussensportanlagen und die Umgebung fertiggestellt werden.