Liestal/Ziefen
Eine neuartige Seilschaft hinter dem «Kulturbier»

Die Baselbieter Brauerei und das Kantonsmuseum wollen zusammen Bier- und Kulturkonsum fördern. Am 1. April wurde das «Kulturbier» angezapft.

Andreas Hirsbrunner
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Sie stossen nach dem Anstechen als erste an (von links): Ständerat Claude Janiak, Verwaltungsrat Adrian Jaton und Braumeister Alexander Stohler.

Sie stossen nach dem Anstechen als erste an (von links): Ständerat Claude Janiak, Verwaltungsrat Adrian Jaton und Braumeister Alexander Stohler.

Martin Toengi

Ständerat Claude Janiak sticht am 1. April ein neuartiges «Kulturbier» an, hinter dem nicht nur die Baselbieter Brauerei, sondern auch das Museum.BL steht. Diese Ankündigung wollte kaum jemand glauben und erst, als die Bierbrauer ihre Adressaten wiederholt darauf hinwiesen, dass es sich beim Anlass auf dem Liestaler Zeughausplatz keineswegs um einen April-Scherz handle, begannen sich die Zweifel zu legen. Adrian Jaton, Verwaltungsrat der Baselbieter Brauerei, meinte bei der Begrüssung der respektablen Gästeschar denn auch, dass das Datum nicht sehr glücklich gewählt gewesen sei.

Ein glückliches Händchen bewies dafür Janiak: Nach zwei gezielten Schlägen auf den Hahnen am Fass begann das in fast jeder Beziehung neuartige Bier zu sprudeln. Und das, obwohl das Ganze für Janiak eine Premiere mit einem Schuss Lampenfieber war. Und was Janiak anzapfte, mundete alles andere als schlecht: Das aus dem uralten Getreide Emmer hergestellte «Kulturbier» kommt milde, aber trotzdem geschmackvoll daher.

Mindestens so ungewöhnlich wie der Rohstoff ist am «Kulturbier», dass jetzt das Museum Bier verkauft und die Baselbieter Brauerei Kultur fördert. Der Hintergrund der ungewöhnlichen Partnerschaft: Die Etiketten auf den Bierflaschen zeigen Objekte aus Museumssammlungen. Informationen dazu findet man auf der Rückseite der ablösbaren Etiketten. Und ganz speziell: Der Code darauf verbindet via Smartphone direkt mit dem kantonalen Kulturgüterportal. Somit könnte Kultur schon bald Stammtisch-Thema werden.

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