Liestal
Eine Weltreise mitten im Herzen des Baselbiets

Bereits zum 6. Mal fand in Liestal das Integra-Fest statt. Die zahlreich erschienenen Besucher lobten die internationale Atmosphäre der diesjährigen Ausgabe.

Madlaina Balmer
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Integra-Fest
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Integra-Fest

Toengi

Das Integra-Fest auf dem Zeughausareal in Liestal lud zum 6. Mal mit kulinarischen Köstlichkeiten und musikalischen Klängen zu einem Besuch ein. Das Organisationskomitee unter dem Co-Präsidium von Elisabeth Augstburger, Ueli und Margrith Mumenthaler verkaufte im Rahmen der Veranstaltung 500 farbige, handgefertigte Festabzeichen und freute sich über den grossen Andrang.

Stadträtin Marion Schafroth erklärte in ihrer Rede, dass das Fest aus Liestal nicht mehr wegzudenken wäre. Den Gästen wurde eine Vielzahl an kulinarischen und künstlerischen Leckerbissen geboten. Zur Mittagszeit fanden sich viele Besucher bei den Essensständen ein und probierten neugierig das reichhaltige Angebot. Die Chorsängerin Sonja Epprecht vom Rondo Chor Itingen war begeistert: «Ohne weite Reise komme ich hier zu einem köstlichen und authentischen Essen.»

Neben dem Essen bot Integra den Gästen auch musikalische Darbietungen. Auf zwei Bühnen gaben regionale Künstler internationale Klänge und Performances zum Besten. Regierungsrat Isaac Reber lobte den Anlass und stellte fest: «Die Darbietungen sind Ausdruck der kulturellen Vielfalt und berühren die Sinne der Gäste.» Integra ermögliche eine Weltreise auf engstem Raum. Hans Beat Moser, kantonaler Integrationsbeauftragter, zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Das Fest wecke bei den Besuchern Interesse am Gegenüber und fördere die gegenseitige Akzeptanz. «Integration wird hier einem breiten Kreis zugänglich gemacht und sorgt für positive Erlebnisse.»

Unwetter beendete Anlass vorzeitig

Unter den Gästen befanden sich Heidi und Ruedi Lüdi aus Liestal. Das Ehepaar lobte das Programm und genoss die internationale Atmosphäre. Ursula Keister aus Möhlin fühlte sich in dem Ambiente ebenfalls äusserst wohl und hob hervor, dass ein friedliches Zusammensein der Kulturen eben doch möglich sei.

Die Besucher feierten bis in die Abendstunden, als der Wetterumschwung kam. Wegen des Regens beendete das Organisationsteam um 22 Uhr den Anlass vorzeitig und machte sich ans Aufräumen.

Nur wenige negative Vorfälle überschatteten die Veranstaltung. Gemäss Augstburger rissen im Vorfeld der Feier Unbekannte vereinzelt Plakate ab. Dies komme jedoch auch bei anderen Veranstaltungen vor. Zudem sei die Stromversorgung aufgrund des hohen Strombedarfs nicht immer gewährleistet gewesen.

Die Präsidentin des Organisationskomitees zog eine positive Bilanz: «Das Integra-Fest war ein voller Erfolg.» Mehrere hundert Besucher seien gekommen, um die Darbietungen zu erleben. Gerade Essen und Musik verbinde die Menschen und fördere daher ein gegenseitiges Kennenlernen und mindere die Ängste, meinte Augstburger. Zum Erstaunen einiger Gäste käme Integra ganz ohne Securitas aus. Was Augstburger vor allem freut: «Alle Parteien waren an diesem Anlass vertreten.» Dies zeige, dass Integra nicht ausschliesslich für Linke und Grüne sei, sondern ein breites Publikum anspreche.