Münchenstein
Elektra Birseck 2012 mit mehr Umsatz, aber Verlust wegen Alpiq

Die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) hat 2012 mehr Strom verkauft und den Umsatz gesteigert. Wegen der Alpiq-Beteiligung blieb aber das Jahresergebnis weiter in den roten Zahlen.

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EBM in Münchenstein.jpg

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Kenneth Nars

Der Jahresverlust beträgt 139,7 (Vorjahr: 165,5) Mio. Franken. Erneut sei das Ergebnis durch die Beteiligung am Stromkonzern Alpiq geprägt, teilte die EBM dazu mit: Das Finanzergebnis der Gruppe sei mit minus 158,6 (185,7) Mio. Fr. negativ, wovon 142,4 (180,3) Mio. Fr. auf Alpiq zurückgehen. Allerdings sei dies ein Buchverlust, und Geld fliesse nicht ab.

Operativ habe die EBM hingegen "ein sehr gutes Ergebnis" erzielt: Der Gesamtumsatz stieg um 6 Prozent auf 374,3 Mio. Fr., und der Betriebsgewinn (EBIT) legte gegenüber 2011 um 34,5 Prozent auf 20,5 Mio. Fr. zu. Bezogen auf den Umsatz (EBIT-Marge) seien dies 5,5 (Vorjahr: 4,3) Prozent, was "als ein gutes Resultat eingestuft" werden könne.

Mehr Strom abgesetzt

Beim Umsatz machten die Geschäftsfelder Netz und Energie mit 279,4 Mio. Fr. nach wie vor den Löwenanteil aus. Auf das Wärmegeschäft entfielen 39,6 Mio. Fr. und auf die weiteren Dienstleistungen Energieeffizienz, Telecom und Elektroinstallationen zusammen 55,3 Mio. Franken.

Gestiegen ist trotz stärkeren Wettbewerbs im Grosskundengeschäft der Stromabsatz, wie es weiter hiess. In der Grundversorgung nahm das Stromgeschäft um 2,3 Prozent zu auf 1,64 Megawattstunden (MWh). Der Energiehandel konnte um über 40 Prozent auf knapp 378'000 MWh gesteigert werden.

Der gesamte Stromumsatz erreichte so 2,02 Mio. MWh, womit erstmals in der Geschichte des Unternehmens die Zwei-Terawattstunden-Marke übertroffen worden sei. Im Aufwind war dabei auch der "Naturstrom": 6113 (Vorjahr: 5493) Kunden bezogen letztes Jahr zusammen 56'050 (34'367) MWh erneuerbare Energie - 63 Prozent mehr innert eines Jahres.

Neues "Naturstrom"-Produkt

Um den noch bescheidenen "Naturstrom"-Anteil am Gesamtabsatz zu erhöhen, will die EBM auf Anfang 2014 in der Grundversorgung ein neues Standardprodukt aus 100 Prozent erneuerbarer Energie anbieten. In der Produktion verfügte die EBM Ende 2012 über 563'622 MWh erneuerbarer elektrischer Energie aus eigenen oder Partneranlagen sowie Beteiligungen und Langfristverträgen.

Mit von der EBM den freiwillig ausbezahlten Entschädigung in Höhe der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) sei zudem auch die Zahl der Photovoltaikanlagen und die Sonnenstromproduktion markant gestiegen. Die Zahl der Anlagen habe sich 2012 im Einzugsgebiet auf 822 verdoppelt und die installierte Leistung auf 20,66 Megawatt Peak (MWp) verdreifacht.