Regierungsratswahl
Eric Nussbaumer will dank 20-tägigem Endspurt in die Baselbieter Regierung

Der SP-Kandidat für die Regierungsratsersatzwahl vom 21. April legt seinen Fahrplan offen. Nussbaumer hofft, mit Standaktionen und Wanderungen die entscheidenden Stimmen zu holen. Dies im Wissen, dass SVP-Kandidat Thomas Weber über mehr Geld verfügt.

Michael Nittnaus
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Eric Nussbaumer kann auch auf die EVP mit Urs von Bidder (l.) und die GLP mit Hector Herzig (r.) zählen

Eric Nussbaumer kann auch auf die EVP mit Urs von Bidder (l.) und die GLP mit Hector Herzig (r.) zählen

Martin Toengi

Vollgestopft ist er: Der Fahrplan von Eric Nussbaumer bis zum zweiten Wahlgang um den Sitz des zurücktretenden FDP-Regierungsrates Adrian Ballmer vom 21. April weist kaum einen freien Tag auf. «Ich setze all meine Energie dafür ein, in den Baselbieter Regierungsrat gewählt zu werden», betont Nussbaumer denn auch mit Nachdruck. Heute Dienstag präsentierte er deshalb an einer Pressekonferenz im Liestaler Regierungsgebäude nochmals seine wichtigsten Anliegen. Dazu erklärten die Präsidenten all jener Parteien, die dem SP-Kandidaten ihre Unterstützung zugesichert haben, weshalb sie Nussbaumer dem SVP-Kandidaten Thomas Weber vorziehen. Es waren dies neben Martin Rüegg (SP) noch Florence Brenzikofer (Grüne), Urs von Bidder (EVP) sowie Hector Herzig (GLP).

Die Anwesenden wurden dabei nicht müde, zu betonen, dass ihnen «der Postenschacher, wie ihn die bürgerlich konservativen Kräfte im Kanton zurzeit praktizieren», fremd sei. Ihr Bündnis beinhalte dementsprechend keinerlei Absprachen für kommende Wahlen, wie sie SVP, FDP und CVP explizit kommuniziert haben. Stattdessen erläuterte Nussbaumer anhand der fünf Themenbereiche Finanzen, Wirtschaftsförderung, Regionalpolitik, Bildung und Umweltanliegen seine inhaltliche Ausrichtung.

«Nein, nein, nein: Ich will keine Steuererhöhungen», widersprach Nussbaumer etwa Vorwürfen der Gegenseite aufs Heftigste. Gleichzeitig mache er aber auch keine Steuersenkungsversprechen, wie sie «von der SVP noch vor drei Monaten gemacht wurden und nun von Herrn Weber verwedelt werden».

Besondere Bedeutung kommt im Wahlkampf Hector Herzigs GLP zu, hatte die Partei im ersten Wahlgang vom 3. März doch mit dem Liestaler Landrat Gerhard Schafroth noch einen eigenen Regierungskandidaten gestellt. «Der zweite Wahlgang ist für uns ein klarer Neustart», sagte Herzig. Er betonte dabei, dass die GLP wegen der Unterstützung Nussbaumers keine Parteiaustritte zu beklagen hatte. «Ich weiss aber auch, dass einige GLP-Wähler nun vielleicht zu Hause bleiben werden.»

Um seine Volksnähe nicht nur an Standaktionen zu beweisen, hat Nussbaumer auch noch zwei Wanderungen geplant, bei denen ihn interessierte Wähler begleiten können. So geht es am 7. April durchs Waldenburgertal und am 14. April durchs Laufental. Der ganze Fahrplan inklusive der Standaktionen und Podien ist unter www.sp-bl.ch abrufbar.