Happy End
Erika, ledig, findet Bauer – und ihren Traummann

Eigentlich wollte sie nie ins Fernsehen. Doch dank «Bauer, ledig, sucht» hat die 66-jährige Erika aus Arlesheim ihren Traummann gefunden: den Bauern Franz (62) aus dem luzernischen Inwil.

Joël Hoffmann
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Bauer Franz mit seiner Hofdame Erika aus Arlesheim. 3+/zvg

Bauer Franz mit seiner Hofdame Erika aus Arlesheim. 3+/zvg

Erika, Sie leben im urbanen Arlesheim und sind Sekretärin. Weshalb interessieren Sie sich ausgerechnet für einen Bauern? Und warum wollten Sie bei der Sendung «Bauer, ledig, sucht» mitmachen?

Erika: Ich war 17 Jahre mit Dieter zusammen, bevor er leider an Nierenversagen starb. Danach war ich sehr froh, als ich Werner kennenlernte. Doch vier Wochen vor der Hochzeit starb auch er – an Herzversagen. Mir fiel die Decke auf den Kopf, und ich haderte mit dem lieben Gott. Und dann, in einer schlaflosen Nacht, sah ich Franz in der Sendung «Bauer, ledig, sucht». Ich wollte den netten Bauern ganz privat kennen lernen, aber nicht ins Fernsehen. Naja, das ging halt nicht. Aber nun habe ich mich an die Kameras gewöhnt. Klar, anfangs habe ich ein bisschen gezögert, doch dann dachte ich mir «was solls». Und bis jetzt hat es sich schon mal gelohnt.

Franz sucht jemanden, der mit ihm gemeinsam die Arbeit verrichtet. Auf dem Hof müssen Sie früh aufstehen, heuen und misten – und das bis am Abend. Die Arbeit ist hart. Wieso tun Sie sich das mit Ihren 66 Jahren noch an?

Franz ist den ganzen Tag draussen und bei seinen Tieren, da kann er sich nicht auch noch um das Haus kümmern. Dort war echt Not am Mann. Also pflege ich das Haus und arbeite dafür nicht im Stall. Ehrlich gesagt, riecht es mir dort zu streng, und ich gehe nur rein, um frische Milch zu holen.

Wie sieht Ihr Alltag auf dem Hof aus?

Franz steht um 5 Uhr auf, ich bleibe aber bis 8 Uhr im Bett. Dann essen wir gemeinsam «z Morge» und plaudern zusammen. Danach geht er zu seinen Kühen und Säuli, und ich putze die Fenster und koche. Ich führe einen ganz normalen Haushalt, schliesslich kochen auch wir nur mit Wasser, und in der Küche gackern auch keine Hühner herum. Schön ist, dass ich beim Kochen die Produkte vom Hof verwenden kann. Ich freue mich schon auf die feinen Kirschen, die Äpfel und aufs Konfitüre kochen.

Sie brachten neue Bettwäsche mit, die sie beide schmusend testeten. Was gefällt Ihnen an Franz? Ist er Ihr Traummann?

Wir gingen gemeinsam Bettwäsche kaufen. Ich wollte gleich zwei Bettüberzüge nehmen, doch Franz verstand nicht, wieso gleich zwei. Da musste ich ihm erklären, dass wir, wenn wir zusammen im Bett sind, vielleicht weitere Bettwäsche brauchen. Franz ist ruhig, liebenswürdig und kann gut zuhören. Er schlägt mir auch nie einen Wunsch aus, sodass ich machen kann, was ich will. Wenn das kein Traummann ist.