Medienschelte
Ex-BaZ-Verleger Martin Wagner rechnet mit der SVP und mit Blocher ab

Medienanwalt und Ex-BaZ-Verleger Martin Wagner, der für die Baselbieter FDP in den Nationalrat will, greift in einem Gastkommentar für die Zeitung „Der Sonntag" die SVPscharf an. Blocher lebe sein «schauriges Prinzip» bis zum «Exzess» aus.

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Wagner greift Blocher an

Wagner greift Blocher an

Keystone

«Der Parteistratege und Parteifinanzierer Blocher gibt die Marschrichtung vor», schreibt er zur Initiative gegen die Personenfreizügigkeit. «Erneut verdrängt die überalterte SVP ein Problem, indem sie es kommenden Generationen zuschiebt. Blocher ist nach dem Ende der kommenden Legislatur näher beim Alter 80 als bei 70. Er und seine von seinem Schwiegersohn als Sesselkleber bezeichneten Soldaten werden somit die Verantwortung für ihre Handlungsweise nicht mehr tragen müssen. Das kurzfristige Kalkül dieser Akteure ist einfach. Im Vordergrund steht nicht der Mensch, sondern allein dessen Wert als Wähler. Frei nach dem Blocher-Motto: Die Menschen sind Mittel zum Zweck. Der Zweck ist die Zerstörung der Mitte-Parteien. Die Menschenfeindlichkeit, die hier zum Ausdruck gelangt , ist erschreckend. Diesbezüglich drückt klar das unsägliche Blocher-Prinzip durch. Auch werden Menschen nach diesem Prinzip nie gelobt, man erwartet, dass sie gehorchen und ihren Auftrag erfüllen.»

Blocher lebe sein «schauriges Prinzip» bis zum «Exzess» aus. Wagner: «Man betrachte dessen Kinder. Sind das entwickelte Persönlichkeiten oder präsentiert sich der geklonte Vater? Man betrachte die Sendung ‹Reporter› des Schweizer Fernsehens vom 29. 12. 2010 unter dem Titel «Der unaufhaltsame Aufstieg der Magdalena Blocher».

Wer würde sich in einem modernen Betrieb erdreisten, Leute so zu führen wie die Blocher-Tochter? Mit Repression, Angstmacherei und totaler Blossstellung? Man schaue nur in die Gesichter der bemitleidenswerten Kaderleute der EMS-Chemie. Zaghaft bezeichnet das Schweizer Fernsehen das Verhalten der Blocher-Tochter als ‹genbedingt›. Nennen wir es doch beim Namen: Hier kommt allein der geklonte Vater zum Vorschein.»

Im Gastkommentar in «DerSonntag» heisst es ferner: «Wir warten in Basel auf eine Initiative, die es dem FC Basel verbietet, in der Saison 2011/2012 in der Champions League zu spielen. Es könnten ja ausländische Fans kommen, die dann die Züge und den Strassenverkehr überlasten. Die SVP hat sich mit ihren inakzeptablen Provokationen und ihrer schädlichen Isolationspolitik selber überlebt. Die FDP ist die Partei der Zukunft, sie hat herausragende Persönlichkeiten, welche die anstehenden Herausforderungen zu meistern in der Lage sind.»