Jörinpark
Fäkalbakterien im Wasser: Pratteln baut Planschbecken um

Das Kantonslabor beanstandete die Wasserqualität im Bassin des Jörinparks seit Jahren. Nun soll es darin kein stehendes Wasser mehr geben sondern ein Wasserspiel mit Düsen und Fontänen.

Claudia Maag
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Statt dem unappetitlichen Planschbecken soll im Jörinpark nun eine Wasserspielanlage entstehen. (Symbolbild)

Statt dem unappetitlichen Planschbecken soll im Jörinpark nun eine Wasserspielanlage entstehen. (Symbolbild)

Gute Nachrichten für Eltern, die ihre Kinder aus Hygienegründen nicht mehr ins Planschbecken des Jörinparks lassen: Das Bassin wird umgestaltet. Künftig wird es ein Wasserspiel geben, was auch der Hygiene dient.

Der neue Bodenbelag wird ebenerdig ausgestaltet, damit auch handicapierte Personen den Wasserplausch nutzen können. Das Planschbecken wird seit letzter Woche umgebaut. Kinder können sich auf einen erfrischenden Sommer freuen. Die Gemeinde Pratteln plant, das Wasserspiel Mitte Mai in Betrieb zu nehmen.

Seit Jahren wurde die Wasserqualität vom kantonalen Labor bemängelt. Das Wasser hat die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt und darf künftig aufgrund «ungenügender Wasserqualität» nicht mehr mit stehendem Wasser betrieben werden. «Wir erhielten Beanstandungen», sagt Dieter Härdi, Leiter Bau, Verkehr und Umwelt der Gemeinde Pratteln. Das Wasser sei regelmässig vom Kantonschemiker kontrolliert worden.

Härdi: «Es wurden Kolibakterien gefunden.» Diese kommen in der Darmflora von Säugetieren vor. Ihr Nachweis im Wasser ist ein wichtiges Indiz dafür, dass dieses mit Fäkalien verunreinigt ist. Nach einer Interpellation der Fraktion der Unabhängigen Pratteln im Einwohnerrat bewilligte nun der Gemeinderat die Umgestaltung. Zur Zeit macht die Gemeinde keine Angaben zu den Kosten. Ursprünglich budgetiert wurden 105'000 Franken.

Bodenplatten kommen weg

Die Bodenplatten des Bassins werden rückgebaut. Eine Entwarnung für alle, die bei schönem Wetter über Ostern im Park sitzen möchten: Es werden keine Mulden dort stehen. Die Gemeinde hat die Demontage bewusst nach den Feiertagen eingeplant. Am 29. März werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Der Wasserpark wird gleich gross wie das bisherige Planschbecken.

Wasserspiele statt Pinkel-Becken

Kinder dürfen sich also auf baldige Wasserspiele freuen – auf Fontänen und einen Wassertunnel. Beim Wassertunnel stehen die Düsen schräg, damit das Wasser einen Bogen macht. Kleine Kinder können aufrecht durchlaufen. Die Wasserwellen sind s-förmig angeordnet. Treten Kinderfüsse auf eine der Düsen, spritzen die anderen.

Bei den sogenannten Ballfängern können die Kleinen einen leichten Ball auf die Wasserfontäne legen. Das runde Spielzeug wird dann vom Wasser gehalten und gedreht. Das Wasserspiel wird durch ein Aktivator gesteuert. Wenn die Kinder auf einen Knopf drücken, steuert der Aktivator die Düsen per Zufallsprinzip, was für Abwechslung sorgt. Der Sommer kann kommen.