Feuer
Schon wieder brennt ein WC-Häuschen lichterloh – dieses Mal in Liestal

Erst Muttenz, dann Reinach, nun Liestal: In etwas mehr als einem Jahr brannte fünfmal ein Toilettenhäuschen im Baselbiet. Die Polizei schliesst Brandstiftung auch dieses Mal nicht aus.

Kelly Spielmann Jetzt kommentieren
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Vom Toi-Toi-Häuschen ist nicht mehr viel übrig – beim Eintreffen der Feuerwehr stand es bereits in Vollbrand.

Vom Toi-Toi-Häuschen ist nicht mehr viel übrig – beim Eintreffen der Feuerwehr stand es bereits in Vollbrand.

Polizei BL

Und wieder trifft es ein WC-Häuschen: Am Sonntagabend ging bei der Baselbieter Polizei kurz nach 20.30 Uhr eine Meldung ein, dass ein Toi-Toi-Toilettenhäuschen in Brand steht. Es habe sich um eine Toilette auf einer Baustelle an der Frenkenstrasse in Liestal gehandelt, schreibt die Polizei in einer Medienmitteilung. Beim Eintreffen der Feuerwehr sei das Toi-Toi bereits in Vollbrand gestanden. Das Feuer habe zwar eingedämmt und anschliessend gelöscht werden können, das WC wurde dennoch komplett zerstört.

Es ist nicht das erste Mal, das ein WC-Häuschen im Baselbiet in Brand gerät. Erst vor einigen Wochen, in der Nacht vom 2. auf den 3. August, kam es in Reinach zu einem ähnlichen Vorfall: Das Toilettenhäuschen des Spielplatzes Landhof an der Talackerstrasse geriet kurz nach 2 Uhr morgens in Brand. Es handelte sich dabei um ein WC-Häuschen der Marke Kompotoi, das mit Sägespänen spült.

Nur wenige Tage später, in der Nacht vom 5. auf den 6. August, brannte erneut eine Kompotoi-Toilette in Reinach. Dies nur wenige hundert Meter entfernt auf dem Spielplatz Surbaum an der Habshagstrasse.

Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen

Im vergangenen Jahr brannten die Komposttoiletten in Muttenz. Dasselbe WC, ebenfalls ein Modell der Marke Kompotoi, brannte einmal in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August und brach im November erneut in Flammen aus. In den Fällen in Reinach und Muttenz gehe man von Brandstiftung aus, hiess es damals bei der Polizei.

In Liestal handelt es sich nicht um eine Komposttoilette, aber auch in diesem Fall schliesst die Polizei Brandstiftung als Ursache nicht aus, wie Mediensprecher Adrian Gaugler auf Anfrage bestätigt. Die Abklärungen und die Spurensicherung liefen aber noch. «Wir suchen auch Zeugen, die im Umfeld der Baustelle Verdächtiges wahrgenommen haben – seien das Menschen, Geräusche oder anderes.»

Dass zwischen den WC-Bränden im Baselbiet ein Zusammenhang besteht, könne er nicht bestätigen, aber auch nicht ausschliessen. «Liestal ist aber nicht so nahe an Reinach oder Muttenz», meint er.

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