EuroAirport Mulhouse
Französisches Gerichtsurteil gefährdet am Flughafen 5000 Schweizer Jobs

Französische Richter haben entschieden, dass bei Schweizer Firmen, die am EuroAirport Mulhouse ansässig sind, französisches Arbeitsrecht gilt. Der Entscheid gefährdet jetzt 5000 Arbeitsplätze im Schweizer Sektor.

Merken
Drucken
Teilen
Gut frequentierte Checkin-Halle am EuroAirport in Basel-Mülhausen

Gut frequentierte Checkin-Halle am EuroAirport in Basel-Mülhausen

Keystone

Die im Basler EuroAirport in Mulhouse (F) ansässigen Unternehmen im Schweizer Sektor sind verunsichert. Französische Gerichte haben entschieden, dass auch bei ihnen trotz Schweizer Arbeitsverträge das französische Arbeitsrecht angewendet werden soll. Damit würde die Konkurrenzfähigkeit vieler Unternehmen leiden, was die rund 5000 Arbeitsplätze im Schweizer Sektor gefährdet.

Die Angestellten Schweiz unterstützen die Forderung der Handelskammer beider Basel, wonach diese Rechtsunsicherheit zugunsten einer Anwendung von Schweizer Arbeitsrecht behoben werden muss. Das Schweizer Arbeitsrecht sorgt dafür, dass nach Überwindung wirtschaftlicher Schwierigkeiten für unbefristete Festangestellte rasch neue Stellen geschaffen und besetzt werden.

Die Angestellten Schweiz verstehen das Anliegen der Unternehmen im Schweizer Sektor und unterstützen es. Gleichzeitig erwarten sie von der Arbeitgeberseite jedoch, dass nach dem Grundsatz von Treu und Glauben gehandelt wird. Das heisst unter anderem, die Höhe der Löhne richten sich nach dem in der Schweiz üblichen Niveau und die betriebliche Mitwirkung der Angestellten im Rahmen der Schweizer Gesetzgebung wird von den Unternehmen aktiv gefördert. (sda)