Kommentar
Frau Pegoraro, machen Sie diesem Irrsinn ein Ende!

Seit 15 Jahren ist der Wischberg wegen einer überfüllten Gemeinde-Deponie in Bewegung. Die Behörden spielen auf Zeit. Ein Kommentar.

Andreas Hirsbrunner
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Im Vordergrund der Problemhang zwischen der Deponie am Wischberg und dem 100 Meter weiter unten liegenden Hof Maiberg (Bildmitte) in Hemmiken.

Im Vordergrund der Problemhang zwischen der Deponie am Wischberg und dem 100 Meter weiter unten liegenden Hof Maiberg (Bildmitte) in Hemmiken.

Andreas Hirsbrunner

Alles, aber auch wirklich alles weist darauf hin, dass die überfüllte Deponie die Ursache der Kalamitäten am Wischberg ist. Für diese Deponie tragen der Kanton und die Gemeinde Hemmiken die Verantwortung, das hat das Kantonsgericht schon im Jahr 2007 festgestellt.

Aber statt diese wahrzunehmen, spielen die Behörden mit Tricks auf Zeit. So verlangen sie etwa zwingend Tiefenbohrungen, ohne für allfällige Folgeschäden gerade stehen zu wollen. Das Spiel, den Bauern Alfred Suter zu zermürben und in die Knie zu zwingen, wäre wahrscheinlich schon lange aufgegangen, wenn ihm nicht anerkannte Fachleute zur Seite stünden und auf ihr Honorar verzichteten.

Trotzdem gehört Suter zu den Verlierern, weil er nun schon seit 15 Jahren jede Menge Lebenszeit und Lebensqualität geopfert hat, um zu seinem Recht zu kommen. Aber auch Kanton und Hemmiken gehören zu den Verlierern, weil sie mit jedem Verzögerungstag weiter an Vertrauen einbüssen.

Und wie wenn das alles nicht schon genug des Übels wäre: Fortlaufend werden Geld und Ressourcen in Abklärungen und Gesprächsrunden – im Fall Hemmiken vor allem in den Anwalt – gebuttert, ohne auch nur eines der vielen Wässerchen am Wischberg gefasst zu haben.

Wie viel Geld das bis jetzt schon war, weigern sich Kanton und Gemeinde bekannt zu geben. Das Tüpfchen auf dem i: Den Hemmiker Aufwand bezahlen die Gebergemeinden wesentlich mit, weil das Dorf am Tropf des Finanzausgleichs hängt, stammt doch fast jeder dritte Franken von dort.

Wer, wenn nicht die federführende Regierungsrätin Sabine Pegoraro, kann diesem Irrsinn ein Ende bereiten und zur Verantwortung stehen, die Kanton – und Gemeinde – zukommt?