Wahlkampf
Freiwillige Therapie für Homosexuelle: Elisabeth Augstburger gerät in Shitstorm

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Elisabeth Augstburger

Elisabeth Augstburger

Kenneth Nars

Mit einem solchen Sturm der Entrüstung dürfte Elisabeth Augstburger kaum gerechnet haben. In der «Basler Zeitung» wird die Baselbieter EVP-Ständeratskandidatin mit der Aussage zitiert, dass eine sogenannte Konversionstherapie helfen könne, Homosexualität zu heilen – «sofern die oder der Betroffene das auch will. Auf keinen Fall darf hier Zwang ausgeübt werden».

Die Aussagen haben in den sozialen Medien landesweit einen Shitstorm ausgelöst. «Ist Ignoranz auch therapierbar? Wir können nur hoffen», kommentiert beispielsweise die Basler CVP-Geschäftsführerin Sara Murray.

Empört zeigt sich der Vizepräsident der Baselbieter Jungfreisinnigen, Adrian Lipkovits. Die Aussagen suggerierten, dass «Homosexualität eine psychische Krankheit ist. Für mich ist sie nun definitiv unwählbar».

Spätestens als unter dem Signet der Evangelischen Volkspartei (EVP) die Aussagen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit einem Bild von Augstburger wiederholt werden, wurden viele User darauf aufmerksam.

Das Plakat sei «ein Fake und nicht von uns gemacht!», wehrt sich Augstburger ebenfalls auf den sozialen Medien. Und der Online-Titel der «Basler Zeitung» mit dem Begriff «therapierbar» sei «unsauber». Weiter aber distanziert sich EVP-Ständeratskandidatin Augstburger von den Aussagen nicht. (dba)