Landrat
Für die Swiss Indoors soll es aus Baselland kein Geld mehr geben

Der Baselbieter Landrat will keine kantonalen Zahlungen mehr an das internationale Basler Tennisturnier Swiss Indoors aus dem Swisslos Sportfonds. Das Parlament überwies am Donnerstag ein Postulat aus SVP-Kreisen an die Regierung.

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Konkret verlangt der Vorstoss, dass die Regierung so schnell wie möglich prüft, wie der Geldfluss aus dem Kanton Basel-Landschaft an die Swiss Indoors «sofort gestoppt» werden kann. Derzeit erhält das Turnier jährlich 50'000 Franken für die Jugendaktion «Take that Ticket» sowie 2017 einen Sonderbeitrag von 150'000 Franken.

Er sei sich bewusst, dass das Turnier ein wichtiger Anlass sei, sagte der Verfasser des Postulats im Landrat. Er sei indes der Meinung, dass die Zahlungen den Sinn des Swisslos Sportfonds verfehlen würden. Zudem werde das private Turnier durch zahlreiche Sponsoren unterstützt, und die Jugendtickets seien nur für die schlechter besuchten Qualifikationsspiele gültig.

Sonderbeitrag nach Sponsor-Wegfall

Die Regierung war bereit, den Vorstoss entgegenzunehmen. Sie wollte ihn jedoch gleich abschreiben lassen. Dies lehnte der Landrat mit 59 zu 22 Stimmen ab. Die Regierung sah keinen Grund, die bedeutende Sportveranstaltung nicht mehr zu unterstützen.

Regierungsrätin Monica Gschwind verwies als Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion zudem darauf, dass die Verteilung der Swisslos-Gelder in der Kompetenz der Regierung liege. Überdies sei bereits entschieden, dass ab 2018 nur noch 50'000 Franken für die Jugendaktion bewilligt würden.

Der zusätzliche Sonderbeitrag war von der Regierung erstmals 2011 gesprochen worden. Damit sollte der Wegfall des früheren Titelsponsors Davidoff aufgefangen werden. Bis 2016 wurden in diesem Rahmen jährlich 250'000 Franken an das Turnier bezahlt.

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