Fusion
In Lausen wird eine Hochzeit aufgegleist

Der 5500-Seelen-Ort will seine Bürger- und Einwohnergemeinde zusammenführen. Die Bürger stimmen Ende August darüber ab.

Simon Tschopp
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Wenn es nach dem Gemeinderat geht, sollen Bürger- und Einwohnergemeinde bald fusionieren.

Wenn es nach dem Gemeinderat geht, sollen Bürger- und Einwohnergemeinde bald fusionieren.



Martin Töngi
(21. Dezember 2017)

Schon in manchen Baselbieter Kommunen haben sich Bürgergemeinde und Einwohnergemeinde zusammengeschlossen. Bisher betraf dies eher kleinere Dörfer im oberen Kantonsteil. Nun will Lausen, das immerhin 5500 Einwohnerinnen und Einwohner zählt, als grössere Ortschaft diesem Trend folgen.

Wie vielerorts hat auch hier die Identifikation der Bürger mit ihrer Bürgergemeinde abgenommen. Ebenfalls werden organisatorische Aspekte als Vorteile einer Fusion ins Feld geführt. So schreibt der Gemeinderat in der Einladung zur ausserordentlichen Bürgergemeindeversammlung vom 31. August, an der über einen Zusammenschluss mit der Einwohnergemeinde abgestimmt wird:

«Mit der Fusion von Bürger- und Einwohnergemeinde wird der heutige Verwaltungsaufwand verringert.»

In seiner Botschaft dringt durch, dass ein Zusammengehen die einzelnen Bürger und Einwohnerinnen kaum zu spüren bekommen.

«Eine sachliche Frage der Vernunft»

Das Lausner Bürgerrecht bleibt unangetastet und kann auch künftig laut den gesetzlichen Vorgaben erworben werden. Traditionsanlässe wie der Banntag gibt es weiterhin. Nachdem der eigene Forstbetrieb eingestellt worden ist, wird die Bewirtschaftung der Lausner Waldungen zusammen mit dem Forstbetrieb der Bürgergemeinde Liestal weitergeführt. Die Verwaltungsarbeiten der Bürgergemeinde werden in Lausen seit Jahrzehnten im Wesentlichen durch die Einwohnergemeinde erledigt.

Auslöser für den Antrag, diese Fusion in die Wege zu leiten, war, dass schon jetzt eine enge Zusammenarbeit existiert. «Der Zusammenschluss der Bürgergemeinde mit der Einwohnergemeinde Lausen ist in erster Linie eine sachliche Frage der Vernunft und entspricht weitgehend der bereits heute gelebten und bewährten Praxis», meint der Gemeinderat und stellt klar: Aus finanzieller Sicht bestehe keine Notwendigkeit für eine Fusion.

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