Eishalle
Gegen 870'000 Franken an Mehrkosten: Kunsti Sissach wird doch viel teurer

Simon Tschopp
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Kunsti Sissach
13 Bilder
Blick auf das Eisfeld
Blick Richtung Curlingfeld. Im Vordergrund Vorbereitungsarbeiten für die Kühlanlage
Vorbereitungsarbeiten für die seitliche Mauer zur Schliessung damit die Kunsti zur Eishalle wird
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Garderobe
Auf dem Dach
Das Unterdach ist montiert. Jetzt ist die Isolation dran.
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Vorbereitungsarbeiten für die seitliche Mauer
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Kunsti Sissach

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Knappe vier Monate ist es her, als die Gemeinde Sissach und die PM Mangold Holzbau AG den mehrjährigen Konflikt um das marode Kunsti-Dach mit einem aussergerichtlichen Vergleich beigelegt haben, schon wartet der Sissacher Gemeinderat mit einer weiteren Hiobsbotschaft auf. Vertiefte Kostenkontrollen zur neuen Eishalle zeigten, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer zu stehen komme als vorgesehen, teilt die Exekutive mit. Will heissen: Zum von der Gemeindeversammlung bewilligten Kredit von 8,7 Millionen Franken dürften Mehrkosten von gegen 870'000 Franken dazukommen.

Laut Gemeinderat trat im Verlauf der Sanierungsarbeiten «das eine oder andere Unvorhergesehene» zutage, was Mehrarbeiten erforderte. Der grösste Brocken fiel bei Baumeisterarbeiten an, weil die Bausubstanz des bestehenden Gebäudes «um einiges schlechter» war als zuvor angenommen. Auch seien die für den neuen Technikbereich notwendigen Erdarbeiten «um einiges komplizierter».

Erklärungsbedarf

Diese Mitteilung erstaunt. An der Gemeindeversammlung vom 19. Juni verkündete Gemeindepräsident Peter Buser, «dass 85 Prozent der Arbeiten vergeben sind». Die Kosten habe man im Griff, bis jetzt lägen alle im Bereich der Offerten. Mit Mehrausgaben sei nicht zu rechnen, es gebe aber bei gewissen Positionen Verschiebungen. Diese Angaben stammten von einer Mitte Juni erstellten Kostenkontrolle.

Der Gemeinderat hält in seinem gestrigen Communiqué fest, dass sich seit der Juni-Gemeindeversammlung Vieles bewegt habe. Dennoch hat er Erklärungsbedarf. Dass sich die Kostensituation innert der vergangenen vier Monate derart negativ verändert hat, wird er klar kommunizieren müssen – spätestens an der nächsten Gemeindeversammlung im Dezember. Positiv ist: Die Eis-Saison soll wie geplant Anfang November starten können.