Biathlon
Geglücktes WM-Debüt für den Zeglinger Mario Dolder

Beim ersten WM-Einsatz läuft Mario Dolder gleich in die vordere Hälfte der Rangliste. Nach seinem ansprechenden Debüt hadert er mit kleinen Fehlern, hält aber dennoch fest, dass er mit seiner Leistung zufrieden sein darf.

Simon Steiner
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Mario Dolder

Mario Dolder

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Im 20-km-Einzelrennen kommt Dolder in Ruhpolding zu seiner WM-Premiere. Seine Schiessleistung kann sich sehen lassen: 1-2-1-0 lautet die Serie. «Der zweite Fehler im Stehendschiessen wäre nicht nötig gewesen, aber sonst war es richtig gut», sagt der Baselbieter. Bei 16 von 20 Versuchen trifft er ins Schwarze. Für die vier Fehlschüsse wird ihm je eine Strafminute aufgebrummt. Er landet auf Rang 64 – 5:38 Minuten hinter Weltmeister Jakov Fak (Slo).

Auch läuferisch ist Dolder mit seinem Einsatz zufrieden. «Ich bin schon deutlich näher dran als bei meinen ersten Weltcuprennen Anfang Saison», sagt er. Mit Startnummer 55 ins Rennen gegangen, findet er noch immer eine anständige Loipe vor. Die Strecke hat in der ersten WM-Woche wegen der hohen Temperaturen zwar gelitten, doch rechtzeitig zum Einzelrennen ist es kälter geworden in Oberbayern und der Schnee damit wieder kompakter. «Die Verhältnisse waren fair», sagt Dolder.

Extra-Schub dank Schweizer Fans

Unterwegs lässt sich der Jüngste im Schweizer Männer-Team von der Stimmung im Biathlon-Mekka Ruhpolding tragen. An der ganzen Strecke stehen Zuschauer – darunter auch etliche Schweizer Fans. «Das hat mir zusätzlichen Antrieb gegeben», sagt Dolder. Im Schiessstand lässt er sich von der aussergewöhnlichen Ambiance nicht aus dem Konzept bringen. «Ich konnte das gut ausblenden.» Auch der leichte Wind im Stadion stört ihn nicht. «Das war beherrschbar. Meine Fehler sind nicht auf den Wind zurückzuführen.»

Die Nervosität hat der angehende Bauingenieur-Student im Griff. «Ich bin lockerer geworden seit dem Saisonbeginn», sagt Dolder, der noch vor einem Jahr bei den Junioren starten durfte. Noch im Herbst hätte er sich nicht träumen lassen, dass die WM in Ruhpolding für ihn zum Thema werden könnte. Nun kann er ein positives Fazit ziehen: «Mit ist ein gutes Rennen gelungen, auch wenn der Rang auf den ersten Blick nicht so scheinen mag.»

Ein weiterer WM-Einsatz ist nicht geplant. Dennoch sind die Titelkämpfe für den Zeglinger noch nicht zu Ende. Für den Staffelwettkampf vom Freitag ist Dolder als Ersatzmann vorgesehen. Sollte einer seiner Teamkollegen gesundheitshalber ausfallen, käme er nochmals zum Zug. «Ich will das nicht hoffen, aber ich wäre bereit», sagt er.