Sparpaket
Gegner der Schlossverkäufe gehen in die Offensive

Der Kanton Baselland will aus Spargründen die beiden Schlösser Bottmingen und Wildenstein verkaufen. Die Opposition macht nun mobil. Mit einem offenen Brief und einer Petition.

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Schlösser Wildenstein und Bottmingen

Schlösser Wildenstein und Bottmingen

bz Basellandschaftliche Zeitung

Eine Arbeitsgruppe im Umfeld des Vereins der «Freunde von Schloss Wildenstein» setzt politischen Gegendruck zum geplanten Verkauf der Schlösser «Wildenstein und Bottmingen». Sie lancieren eine Petition. Sie hätten die Regierung auch bereits aufgefordert, die Verkaufsabsichten zu überdenken, teilte die Gruppierung am Donnerstagnachmittag mit.

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Das Anliegen wird bereits von mehreren Hundert Personen mitgetragen, wie Hans Rudolf Tschopp in Namen des Vreins wissen lässt. Und er liefert auch gleich eine Namensliste der Erstunterzeichner mit.
Darauf sind mit Claude Janiak und Maya Graf auch zwei Bundespolitiker, daneben figurieren aktuelle und ehemalige Landräte, mehrere Gemeindepräsidenten und ehemalige Regierugnsräte auf der Liste.

Zuvor war bereits der Verein der Burgenfreunde an die Öffentlichkeit getreten. Und zwar mit einem offenen Brief, der an die Baselbieter Regierung und an den Landrat gerichtet ist. Die beiden Schlösser seien wertvolle Kulturdenkmäler, schreibt der Verein. Der Kanton habe den Schutz und den sachgemässen Umgang zu gewährleisten.

Schutz gefährdet?

Die Burgenfreunde befürchten, dass mit einem Verkauf Schlösser Bottmingen und Wildenstein «der Schutz dieser Objekte und insbesondere ihr fachgerechter Unterhalt und damit die integrale Erhaltung ihres historischen Wertes nicht mehr gewährleistet» sei.

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Zudem bestehe bei der Veräusserung aus öffentlicher Hand die Gefahr, dass die Objekte auf Grund neuer Nutzungen umgebaut werden und dass damit die historisch gewachsene Bausubstanz Schaden erleidet. «Voraussichtlich werden sie dann auch nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein», schreibt der Verein weiter. Der Kanton soll daher von einem Verkauf absehen. Sollte es dennoch dazu kommen, verlangen die Burgfreunde, dass strenge Auflagen gemacht werden, damit die Schlösser als Kulturdenkmäler erhalten bleiben. (rsn)