Sissach BL
Gemeinde zahlt 1,9 Millionen Franken mehr an Kunsteisbahn-Sanierung

Die Einwohnergemeinde Sissach zahlt 1,9 Millionen Franken mehr an die Sanierung und den Ausbau der Kunsteisbahn. Die Gemeindeversammlung hat am Dienstagabend der Aufstockung des Gemeindebeitrages auf 6,6 Millionen Franken zugestimmt.

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Die Sissacher Kunsteisbahn. (Archiv)

Die Sissacher Kunsteisbahn. (Archiv)

Juri Junkov/Fotograf

Der höhere Gemeindeanteil am Hallenprojekt war nötig geworden, weil die Beiträge von Dritten nicht so hoch ausgefallen waren wie geplant. Statt wie vorgesehen 4 Millionen Franken waren nach Angaben des Gemeinderats in der bis Mitte 2016 befristeten Sammelaktion nur 2,1 Millionen Franken zusammengekommen.

Mit der Erhöhung des Gemeindebeitrags soll verhindert werden, dass die Kunsteisbahn für eine weitere Saison geschlossen werden muss. An den ursprünglich im Oktober 2015 vom Souverän bewilligten Gesamtkosten von 8,7 Millionen Franken für den Ausbau der Anlage zu einer Eishalle ändert sich gemäss Gemeinderat nichts.

Die Gemeinde sei zudem bemüht, weitere Gelder von Dritten für die Sanierung und den Ausbau der Kunsteisbahn aufzutreiben, hiess es. Zudem ist derzeit beim Kantonsgericht eine Beschwerde gegen den in den Augen der Gemeinde zu tiefen Beitrags des Kantons Basel-Landschaft von 750'000 Franken hängig.

Referendum möglich

Der Beschluss, dem die Gemeindeversammlung mit 160 zu 69 Stimmen bei 14 Enthaltungen zugestimmt hat, untersteht dem fakultativen Referendum. Dazu wären gemäss Gemeindeverwalter 456 gültige Unterschriften nötig. Die Referendumsfrist beträgt 30 Tage.

Kommt es zu einer Abstimmung an der Urne wird indes über den Gesamtkredit von 8,7 Millionen Franken inklusive des Gemeindebeitrags von 6,6 Millionen Franken entschieden. Ein Antrag, nicht nur über die Aufstockung des Gemeindebeitrags zu beschliessen, wurde von der Gemeindeversammlung angenommen.

Die Kunsteisbahn Sissach verfügt bisher nur über eine überdeckte Eisbahn. Mit dem Ausbau zu einer geschlossenen Eishalle sollen die bauphysikalischen Probleme der bisherigen Konstruktion behoben werden. Dabei geht es namentlich um Tauwasser, das Bauteile beschädigte. Ersetzt werden soll auch die Kälteanlage.