Hölstein
Gemeinderat will Kultur statt Asylanten auf der Holdenweid

Der Hölsteiner Gemeinderat liess am Donnerstag in einer dreiseitigen Mitteilung wissen, wie er sich die Zukunft der derzeit weitgehend brach liegenden Holdenweid vorstellt.

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Die ehemalige Aussenstation der Psychiatrie Basel-Stadt auf der Holdenweid.

Die ehemalige Aussenstation der Psychiatrie Basel-Stadt auf der Holdenweid.

Juri Junkov

Diese einstige Aussenstation der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel gehört dem Kanton Basel-Stadt, der die diversen Gebäude und Ländereien verkaufen will.

In der Pole-Position steht nun für den Hölsteiner Gemeinderat, der sich vor kurzem noch vehement gegen ein Bundesasylzentrum an der peripheren Örtlichkeit gewehrt hat, der Verein Frequenzwechsel.

Dieser habe, so der Gemeinderat, die Idee, die Holdenweid in einen Ort für Kunst, Forschung, Sozialarbeit und Begegnung umzuwandeln und habe seit dem Einzug vor über einem Jahr mit viel Engagement die Holdenweid aus ihrem Dornröschenschlaf geholt. So habe er im alten Spitalgebäude einzelne Räume sanft renoviert, eine Teestube eingerichtet und erste künstlerische Aktivitäten entfaltet.

Allerdings gibt es offenbar noch einige Knacknüsse zu lösen. So hat der Bauer, der das Holdenweid-Gelände als Pächter bewirtschaftet, das Vorkaufsrecht für das landwirtschaftlich nutzbare Land. Mache er davon Gebrauch, fehle der Holdenweid «praktisch das gesamte Umland», schreibt der Gemeinderat. Deshalb wolle er nun nach Ersatzland für den betroffenen Bauern suchen.

Gleichzeitig soll das Holdenweid-Areal umgezont werden, sodass dort nebst Landwirtschaft auch Wohnen und Werken möglich werden sollen. Zudem will der Hölsteiner Gemeinderat auch sämtliche Gebäude auf der Holdenweid unter Schutz stellen. (hi)

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