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Dornach wird bürgerlich – FDP und CVP stellen die Mehrheit im Gemeinderat

Links-Grün verliert die Dominanz in der grössten Gemeinde im Schwarzbubenland. Anderswo mischen neue Kräfte in der Dorfpolitik mit.

Dimitri Hofer
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Regieren Dornach in den nächsten vier Jahren: Janine Eggs (Freie Wähler), Urs Kilcher (FDP), Daniel Müller (FDP), Kevin Voegtli (SP), Daniel Urech (Freie Wähler), Maria Montero Immeli (CVP), Annabelle Lutgen (FDP).

Regieren Dornach in den nächsten vier Jahren: Janine Eggs (Freie Wähler), Urs Kilcher (FDP), Daniel Müller (FDP), Kevin Voegtli (SP), Daniel Urech (Freie Wähler), Maria Montero Immeli (CVP), Annabelle Lutgen (FDP).

Juri Junkov / bz Zeitung für die Region

Ein dominanter Freisinn, der seine Macht leicht ausbauen kann. Eine stärker werdende SVP, welche in Gemeinderäten an Einfluss gewinnt. Und überparteiliche Gruppierungen, die es schaffen, die Etablierten zu ärgern. Grob zusammengefasst lautet so die Bilanz der gestrigen Gemeinderatswahlen im Schwarzbubenland.

In elf Ortschaften im Dorneck-Thierstein bestimmten die Stimmberechtigten ihre neue Exekutive. In zehn Gemeinden war es in den vergangenen Wochen bereits zu stillen Wahlen gekommen. In Hofstetten-Flüh und in Hochwald stehen die Wahlen des Gemeinderats wiederum erst Mitte Juni an.

Die Freien Wähler verlieren Sitze in Dornach

In der grössten Gemeinde des Schwarzbubenlands versprachen die Wahlen am meisten Spannung. Der Dornacher Gemeinderat war in der letzten Legislatur links-grün dominiert. Die Freien Wähler Dornach und die SP stellten mit fünf Vertretern die Mehrheit. Nun schlug das Pendel um: Der FDP gelang es, einen dritten Sitz zu gewinnen. Gemeinsam mit der Vertreterin der CVP kommen sie auf vier Sitze. Damit regiert in den nächsten vier Jahren eine bürgerliche Mehrheit. Die Anzahl der Sitze im Dornacher Gemeinderat wird ab Sommer von neun auf sieben reduziert.

Fährt man von Dornach die Gempenstrasse hinauf, landet man in Gempen. In der 870-Einwohner-Gemeinde liess sich gestern Ähnliches beobachten wie in anderen Gemeinden: Die bei kantonalen und nationalen Wahlen starke SVP legt auch auf kommunaler Ebene zu. Die Volkspartei stellt künftig im Gempen zwei von fünf Gemeinderäten. In Nuglar-St. Pantaleon sind es ebenfalls zwei, während in Kleinlützel einer Kandidatin der neugegründeten Ortsektion die Wahl gelang.

Einige Kilometer entfernt, auch an der Grenze zu Frankreich, zeigte sich das dritte Phänomen, das den Wahlsonntag prägte. In Rodersdorf schaffte die neue überparteiliche Gruppierung Zämmestoh für Rodersdorf mit zwei Vertretern den Einzug in die Exekutive. In Nuglar-St. Pantaleon gelang dasselbe der bereits etablierten Gruppierung Nebelfrei. Einzig am Passwang, in Beinwil, wollten die Wähler von der Gruppe Pro Wahlen Beinwil nichts wissen.

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