Gemeindewahlen
Exekutivmitglieder gesucht: Im Oberbaselbiet müssen Behörden ergänzt werden

In mehreren Oberbaselbieter Dörfern sind am 7. März vakante oder frei werdende Gemeinderatssitze neu zu besetzen. Wo überall? Wer kandidiert? Der Überblick der bz.

Simon Tschopp
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Am ersten März-Sonntag werden in ein paar Ortschaften im Oberbaselbiet neue Gemeinderatsmitglieder gewählt (Symbolbild).

Am ersten März-Sonntag werden in ein paar Ortschaften im Oberbaselbiet neue Gemeinderatsmitglieder gewählt (Symbolbild).

Keystone/
Ennio Leanza

In Reigoldswil ziehen Gerin Cherian (Jahrgang 1996) und der 39-jährige Martin Hurni in die Nachwahl. Cherian studiert Politikwissenschaften und Geschichte. Hurni ist gelernter Dachdecker mit diversen Weiterbildungen, heute selbstständig und als Familienmanager tätig; er ist Vater zweier Kinder. Bei der Ersatzwahl Ende November 2020 verfehlten beide sowie der dritte Kandidat Martin Kunz das absolute Mehr, wobei Cherian mit Abstand am meisten Stimmen erhielt. Ersetzt werden muss Rafael Moser, der als Gemeinderat per Ende letzten Jahres demissioniert hat.

Wenslingen im zweiten Anlauf

Dorothea Bauhofer bewirbt sich in Böckten um die Nachfolge der auf Ende Juni zurücktretenden Gemeinderätin Yvonne Aebi. Die 1976 Geborene arbeitet als Schulsozialpädagogin. Sie ist in Böckten aufgewachsen und seit bald vier Jahren wieder im Dorf wohnhaft. Als Mitgründerin des «Rüümli» und Mitglied des Kulturvereins ist Bauhofer in Böckten bereits engagiert.

In Wenslingen kandidiert Christoph Bolliger (Jahrgang 1971) für das freie Mandat in der Exekutive.

Er ist als Mitarbeiter Sozio-Kultur in einer Aargauer Gemeinde tätig und wäre für das vakante Ressort Soziales prädestiniert.

Für die Ersatzwahl von Ende November gab es keine offizielle Bewerbung, die 67 Stimmen verteilten sich auf mehrere Personen. Der Wenslinger Gemeinderat agiert seit Anfang dieses Jahres zu viert, weil Thomas Börlin auf Ende 2020 sein Amt zur Verfügung gestellt hat.

Der 58-jährige Markus Hügli möchte im Gemeinderat von Wittinsburg das Mandat der per Mitte Jahr demissionierenden Vizepräsidentin Rita Lüchinger Wüest erben. Er ist als selbstständiger Therapeut mit eigener Praxis tätig und leitet in einem Teilzeitpensum die Sport Sissach AG mit Kunsteisbahn und Schwimmbad.

Rothenfluh sucht immer noch

Im 170-Seelen-Ort Kilchberg strebt Pascale Bolliger Fläckel den vakant werdenden Gemeinderatssitz an. Die 54-Jährige ist Geschäftsführerin und Mitinhaberin einer Firma für Marktforschung, Kundenorientierung, Kundenbindung und Qualitätsmanagement. Ersetzt werden muss in Kilchberg Vizepräsidentin Viviane Liebherr; sie tritt per Ende Juni zurück.

Düster sieht es einzig noch in Rothenfluh aus. Für die Ersatzwahl vom 7. März ist bisher noch keine offizielle Bewerbung bekannt. Gesucht ist eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Paul Schaub. Der seit bald neun Jahren amtierende Gemeindepräsident hat seinen Rücktritt auf Ende Juni angekündigt.

«Mehrere persönliche Angriffe haben mich zu diesem Schritt bewogen»,

erklärte der 71-Jährige in einem Interview in der «Volksstimme» Anfang Dezember. Schaub sagte weiter, dass sie in der Behörde ein «ausgezeichnetes, kameradschaftliches Verhältnis» hätten.