Pratteln
Geschasster FDPler erhält Recht

Die Prattler FDP muss Paul Dalcher wieder aufnehmen. Das entschied die Rekurskommission der FDP-Kantonalpartei. Der Beschluss, ihn aus der Partei auszuschliessen, sei nicht legitim gewesen. Dalcher verbreitete am Donnerstag den Entscheid der Kommission per Medienmitteilung. Die Prattler Sektion bestätigte auf Anfrage der bz den Sachverhalt.

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Paul Dalcher, wieder-FDP-Mitglied.

Paul Dalcher, wieder-FDP-Mitglied.

zvg

Die Mitgliederversammlung der Ortspartei entschied am 12. Oktober 2016, Dalcher auszuschliessen. Begründet wurde der Schritt damit, er habe parteischädigend und statutenwidrig gehandelt. Grund für die Verstimmungen war eine Plakat-Aktion vor den Gemeindewahlen im Februar 2016. Auf den Plakaten wurde der bisherige FDP-Gemeinderat Rolf Wehrli indirekt als «Sesselkleber» bezeichnet. Dalcher sagte im November 2016 zur bz, er habe die Kampagne «im Auftrag von einigen Prattlern» ausgearbeitet.

Wehrli schaffte die Wiederwahl, reichte jedoch einen Antrag auf Parteiausschluss Dalchers ein. Der Geschasste wiederum rekurierte gegen den Beschluss der Mitgliederversammlung.

Prattler Sektion zerknirscht

Dalcher zitiert in seiner Mitteilung die Rekurskommission: «(...) Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Verhalten von Paul Dalcher zwar einen Alleingang ohne sonderliche Rücksichtnahme darstellt, dies jedoch noch keine erhebliche Verletzung der Statuten und Zielsetzungen der FDP Pratteln darstellt.» Es sei auch kein Schaden ersichtlich, deshalb sei der Ausschlussbeschluss aufzuheben.

Gemäss Felix Knöpfel, Präsident der Prattler Freisinnigen, wäre es möglich, dass die Sektion den Entscheid anfechte, denn: «Es gab handfeste Gründe für den Ausschluss.» (bwi)