Geschlechtervarianz
Basler Psychiater David Garcia Nuñez: «Trans zu sein, ist kein psychiatrisches Problem»

Im vergangenen Jahr haben sich 160 Personen im Basler Universitätsspital im Bereich der Geschlechtervarianz beraten lassen. Psychiater David Garcia Nuñez erklärt im Interview, welche Änderungen es in unserer Gesellschaft dringend bräuchte.

Silvana Schreier
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Die Fahne für trans Menschen wurde 1999 designt. Sie soll die Community repräsentieren, die aus Männern (hellblau), Frauen (rosa) und nonbinären Menschen (weiss) besteht.

Die Fahne für trans Menschen wurde 1999 designt. Sie soll die Community repräsentieren, die aus Männern (hellblau), Frauen (rosa) und nonbinären Menschen (weiss) besteht.

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Herr Garcia Nuñez, Sie leiten am Universitätsspital Basel den Schwerpunkt für Geschlechtervarianz. Wie ist dieser Fokus entstanden?

David Garcia Nuñez: Als ich in den Nullerjahren in Zürich sagte, wir müssten von dem strikten Mann-Frau-Denken wegkommen, hiess es, das interessiert uns nicht. 2010 übernahm ich am Universitätsspital Zürich die Sprechstunde zu Transsexualismus. Erst 1991 hatte die WHO die Schwulen, Lesben und Bisexuellen aus dem Krankheitsregister genommen. Bereits damals war mir klar, dass wir in der Medizin von dieser starren binären Geschlechterordnung wegkommen müssen, wenn wir tatsächlich den Menschen, die zu uns kamen, helfen wollten. Am Anfang liessen mich meine Vorgesetzten gewähren. Mit der Zeit nahmen die Konflikte aber zu.

2015 kamen Sie dann nach Basel.

Hier gab es Visionäre, die sich nicht verblenden liessen. Zusammen gründeten wir den Schwerpunkt. Dieser ist ein Unikat, eine kreative Lösung für ein bestehendes und wachsendes Bedürfnis. Die sogenannte «Geschlechtervarianzmedizin» ist ein neuer Bereich, der erst noch am entstehen ist. Den Anfang bildete ich, der als Psychiater bei der plastischen Chirurgie angestellt ist. In den vergangenen sechs Jahren kamen über zehn Fachrichtungen und Professionen hinzu. Aber damit es dieses Zentrum gibt, mussten wir uns von der Grundidee lösen, dass es nur Männer und Frauen gibt.

Wie viele trans Menschen kommen zu Ihnen ins Unispital?

Zu Beginn hatten wir zwischen 25 und 30 Personen in Behandlung. In den sechs Jahren seither ist das Zentrum gewachsen. Kürzlich hat das Unispital uns im Rahmen eines hochkompetitiven internen Wettbewerbs zum Innovationsfokus auserkoren. Damit ermöglicht das Spital, dass unser Zentrum sich weiterentwickelt und dieses Feld klinisch, in der Lehre, aber auch wissenschaftlich vorantreibt. Wohin die Reise uns führen wird, das wissen wir noch nicht. Im vergangenen Jahr hatten wir nun 160 Patientinnen und Patienten. Wöchentlich finden chirurgische Eingriffe statt und wir rechnen mit einem konservativen Wachstum von 10 Prozent pro Jahr.

Sie können lediglich über die Anzahl Patientinnen und Patienten am Unispital sprechen. Es gibt keine offiziellen, nationalen Zahlen zu trans Menschen. Wie kommt das?

Das kommt aus einer tiefen Überzeugung, nicht aus dem Wissen, in unserer Gesellschaft heraus, dass es nur Männer und Frauen gibt.

Und das ist noch immer so verhärtet?

Ja, wir könnten uns jetzt hier auf die Strasse stellen und eine Umfrage machen: Wie viele Geschlechter gibt es? Dann kommt mit einer überwiegenden Mehrheit die Antwort: Zwei, Mann und Frau. Dementsprechend sind in den Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden auch die Mehrheit der Menschen der Meinung, es gebe nur zwei Geschlechter. Die denken sich: «Wenn wir schon fragen, müssen wir es nicht komplizierter machen, als es schon ist. Also fragen wir nur nach Mann oder Frau.» Das ist ein strukturelles Problem, das zu zwei Schwierigkeiten führt. Erstens macht dieses binäre Denken Menschen und ihre Bedürfnisse unsichtbar. Das gilt nicht nur für trans Menschen, sondern auch für die homo- und bisexuelle oder die Inter-Bevölkerung. Zweitens führt diese Überzeugung dazu, dass wir in den absurdesten Zusammenhängen die Geschlechterfrage stellen, obwohl diese gar nicht nötig wäre.

Zum Beispiel?

Toiletten. Mir konnte bisher noch niemand schlüssig erklären, warum ich, wenn ich Wasser lösen muss, mich zu einem Geschlecht zu bekennen habe. Und warum geschieht das nur, wenn wir genügend Ressourcen haben, um Toiletten rosa und blau anzustreichen? Im Zug, im Flugzeug, in der Wohnung meiner Freunde und Freundinnen muss ich das nämlich nicht.

Die Kategorisierung in Mann und Frau ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Gleichzeitig bringen wir unseren Kindern aber bei, sie sollen sich vom Äusseren nicht verleiten lassen, sondern genau hinschauen. Es sei nicht alles Gold, was glänzt. Aber wenn es ums Geschlecht geht, denken wir, dass wir anhand äusserer Merkmale auf das Innerste einer Person schliessen können. Brust gleich Frau, Bart gleich Mann. Das ist über Jahrhunderte so gewachsen. Und das verschwindet auch nicht über Nacht. Aber es gibt Fortschritte: Das Bundesamt für Gesundheit führt alle zwei Jahre eine Gesundheitsbefragung bei der Schweizer Bevölkerung durch. Nach langen, zähen Verhandlungen haben wir es nun zum ersten Mal geschafft, dass auch Werte für die LGBT-Community gesammelt werden.

Was heisst das?

Es geht um Probleme, die dieser Teil der Bevölkerung öfter hat. Seien es Depressionen, Konsum von gewissen Substanzen, Diskriminierung und die Folgen davon. Aber auch die allgemeine Gesundheit: Wie geht es ihnen in unterschiedlichen Belangen? Wir wissen seit Jahren, dass es der trans, inter und queeren Bevölkerung im Schnitt schlechter geht als der cis-heteronormativen Bevölkerung. Aber das ist schlicht nicht anerkannt und festgehalten in Daten. Die Umfrage ist nun abgeschlossen und unser Datensatz umfasst rund 2000 Personen. Ich hoffe schwer, dass der Bund die Befunde unserer Umfrage anerkennt und zukünftig erneut durchführt.

Sie haben am Unispital eine Warteliste. Wie lang ist die?

Ich habe 50 Leute auf der Liste. Wenn Sie sich also heute bei mir melden, dann kann ich Ihnen Ende November einen Termin geben. Wahrscheinlich würden wir uns aber erst 2022 sehen.

Das ist eine lange Zeit.

Ja, stellen Sie sich vor, Sie seien hochschwanger und der Arzt oder die Ärztin sagt, man habe erst nächstes Jahr Zeit. Was machen Sie dann? Es gibt leider immer noch viele Leute, die ertragen und erdulden das im stillen Kämmerlein. Manche schaffen den Weg bis zu uns leider nicht, sondern gehen früher weg. Wir hatten Personen auf unserer Warteliste, die sich suizidierten.

Das ist sehr traurig.

Wir leben in einer Gesellschaft, die trans Menschen sagt: «Jetzt könnt ihr Hormone beziehen, euch operieren lassen, was wollt ihr noch mehr?» Aber gleichzeitig heisst es auch: «Wehe, wenn Du nicht ins traditionelle Geschlechterschema passt.» Das ist eine Doppelbotschaft, die stark auf die Betroffenen einwirkt. Besonders trans Frauen sind mit diesen Widersprüchen konfrontiert. Die Gesellschaft sagt, trans zu sein sei kein Problem, das sieht man ja auch im Fernsehen oder bei Schönheitswettbewerben. Sobald eine trans Frau aber etwa «zu grosse» Füsse, «zu markante» Gesichtszüge oder eine «zu tiefe» Stimme hat, kommt die Kritik von aussen.

Halten sie dies aus?

Nicht immer, ich habe bereits mehrere Male gesehen, wie Frauen an diesem Kampf gebrochen sind. Trotz erfolgreicher medizinischer Transition entschieden sie sich, in einer männlichen Rolle aufzutreten, um damit dem sozialen Druck auszuweichen. Das ist die bittere Realität: Die Medizin kümmert sich immer stärker um diese Personen, aber im sozialen Umfeld werden sie nicht selten alleine gelassen.

Ist es denn kein Muss, vor einer Geschlechtsanpassung einen Psychiater oder eine Psychiaterin aufzusuchen?

Nein, das habe ich schon 2011 gesagt und plädiere noch immer dafür: Trans zu sein, ist kein psychiatrisches Problem. Mehr noch, es ist überhaupt kein Problem. Trans Menschen sind ein Teil der Geschlechtervarianz. In früheren Zeiten hat man diese Bevölkerungsgruppe sowie homo- und bisexuelle Menschen psychiatrisiert, weil man sie nicht verstehen konnte. Darum fand man, die Psychiatrie müsse sich dem annehmen. Und es ist traurig, dass sich diese damals dafür hingegeben hat. Die Vorstellung, wir wollen Menschen vor ihrer moralischen Verdammnis schützen, indem wir sie psychiatrisieren, weil dann sind sie ja krank und nicht moralisch verwerflich, das ist ein Grundmythos der westlichen Psychiatrie. Man konnte die trans Menschen durchaus aus anderen schwierigen Situationen «retten». Aber man hat diesen Menschen auch grossen Schaden zugefügt.

Und wie sieht es heute aus?

Wir haben keine Daten dafür, dass Transsexualität eine Krankheit ist. Einzig können wir sagen, diese Menschen identifizieren sich nicht mit ihrem Körper und das ist eine Störung. Aber das wiederum ist eine Definitionsfrage und wir befinden uns auf einer Metaebene, wo wir bestimmen, was ist gestört und was nicht. Natürlich können wir solche Dinge in der Medizin diskutieren. Dafür brauchen wir Daten und einen Konsens in der medizinischen Community. Aber bisher hat diese Diskussion nicht stattgefunden.

Was braucht es, um gegen die Stigmatisierung anzukämpfen?

Dass wir als Gesellschaft und Individuen dem Geschlecht eine weniger grosse Bedeutung zumessen. Das fängt bei der Geburt an. Man könnte sich eine Gesellschaft vorstellen, die den Kindern bei der Geburt nicht sofort ein Geschlecht zuweist. Denn, was ist der Mehrwert davon? Man kann dem Kind einen Namen geben, es lieben und aufwachsen lassen. Und irgendwann wird es sprechen können und selbst entscheiden. Dabei kommt es darauf an, wie viele Möglichkeiten man dem Kind gibt.

Die Geschlechter sollen an Bedeutung verlieren?

Ich vergleiche es oft mit der Haarfarbe. Es ist unbestritten, dass es Zeiten gab, in denen die Haarfarbe eine ganz andere Bedeutung hatte. Überlebte man im Mittelalter eine Pestpandemie und hatte rote Haare, dann wurde man als Hexe auf den Scheiterhaufen geworfen. Damals dachte man, dass das äussere Merkmal der roten Haare ein Hinweis auf das Innere sei, die Verbundenheit mit dem Teufel und die moralische Verwerflichkeit. Diese Verbindung zwischen Haarfarbe und Moralität konnten wir im Laufe der Zeit brechen.

Wie?

Das war ein kultureller Prozess. Es wurde viel dagegen geschrieben, es wurde viel gelitten. Denken Sie an die chemische Industrie, die im 19. und 20. Jahrhundert viel daran setzte, Haare blondieren zu können. Jetzt im 21. Jahrhundert haben wir alle unterschiedliche Haarfarben. Sie haben immer noch eine gewisse Wichtigkeit, denken Sie an Blondinenwitze. Da schliesst man vom äusseren Merkmal – den blonden Haaren – auf ein inneres – mangelnde Intelligenz. Aber die Haarfarbe ist heute ein persönlicher Ausdruck. Natürlich ist es einfacher, die Haarfarbe zu wechseln, als eine Genitalangleichung zu machen. Da hapert der Vergleich. Aber es zeigt ein mögliches Modell, wie man eine vermeintlich feste Verbindung zwischen Körper und Identität lockern und entschärfen kann.

Haarfarben haben auch oft etwas mit Trend oder Mode zu tun. Besteht im Umkehrschluss nicht die Gefahr, dass man sich aufgrund eines Hypes nicht mehr dem klassischen Schema von Mann und Frau zuordnen möchte?

Das klassische Geschlechterschema hat einen Vorteil: Sie können sich einbilden, sie seien nicht auf soziale Zusammenhänge angewiesen oder nicht beeinflussbar. Denn das Modell ist statisch. «Ich kam mit diesem Geschlecht zur Welt und werde sie mit diesem Geschlecht verlassen.» Damit entfallen unendlich viele Fragen. Der cis-heteronormativer Genderismus funktioniert so gut, weil viele davon profitieren. Aber die Welt ist komplizierter als das und das zeigen uns trans Menschen. Sie weisen auf wichtige Fragen hin: Wo spielt unser Geschlecht eine Rolle und wo nicht? Wenn man dieses Fass aufmacht, besteht schon die Möglichkeit, dass Menschen sagen, ich bin mit meinem Geschlecht nicht zufrieden, darum möchte ich das jetzt ändern. Ich schaue das als Gewinn an. Wir haben ja zum Glück viel mehr Qualitäten als nur das Geschlecht. Darum sollten wir diese Frage auch entdramatisieren.

Mit dem Frauenstreik rückte der Feminismus in den Fokus, es wird über Gendersternchen diskutiert und die Abstimmung zur «Ehe für alle» steht an. Hat dies einen Einfluss auf Ihre Patientinnen und Patienten?

Es wartet keine einzige trans Person auf das Resultat am Abstimmungssonntag, um sich zu outen oder eine Behandlung zu beginnen. Aber ich spüre durchaus eine Hoffnung, gerade bei der «Ehe für alle» und dem Zugang für die Reproduktionsmedizin. Das ist bisher sehr cis-heteronormativ geprägt. Mit der Vorlage, die in einigen Punkten nicht perfekt ist, würde das in vielen Fällen den Prozess erleichtern. Dass wir trans Menschen nicht zur Infertilität verdammen, ist ein grosser Wandel, den wir erst gerade herbeigeführt haben. Früher war vorgeschrieben, dass man für die Geschlechtsänderung im Pass eine Genitalangleichung brauchte. Das waren Zwangssterilisationen, die wir alle als Gesellschaft getragen haben. Damit ein Beamter ein Kreuz auf dem Pass änderte, musste man sich an den Genitalien operieren lassen. Das muss man sich mal vorstellen. Glücklicherweise werden erwachsene trans Menschen bald zur Gemeinde gehen können, um ihr Geschlecht und den Namen zu ändern. Das ist ein weiterer Schritt, trans Menschen als das zu behandeln, was sie sind, nämlich urteilsfähige Menschen. Sie können ihre eigenen Entscheidungen treffen, die mal gut, mal weniger gut sein mögen.

Was halten Sie denn in diesem Zusammenhang von Gendersternchen?

Es ist für die trans Bevölkerung unheimlich wichtig, dass sie nicht falsch gegendert werden. Aber ebenso wichtig ist es für Sie und mich. Wir würden diese ständige falsche Ansprache nie und nimmer tolerieren. Aber es ist nicht nur eine Frage des Respekts und der Menschenrechte, sondern hat auch eine medizinische Dimension. Wir haben Studien, die belegen, dass das Missgendern zu mentalen Problemen führt. Damit verlassen wir bei dieser Genderdiskussion das ästhetische Feld und gelangen zu einer Public-Health-Frage. Zudem schaffen wir es im kapitalistischen Umfeld problemlos, nicht mehr vom Telekommunikationskonzern Orange, sondern von Salt zu sprechen. Warum nicht auch im sozialen Umfeld?

Warum fällt es der Gesellschaft dann so schwer, Ja zum Gendersternchen zu sagen?

Das hat mit unserer Geschlechterordnung zu tun. Sie liefert für etwa 98 Prozent der Bevölkerung eine wohlige, aber sehr widerstandsfähige Decke, die uns vor Geschlechterfragen schützt. Sie engt unsere Freiheiten zwar ein wenig ein, aber sie gibt uns eine Orientierung in dieser komplexen Welt. Wenn nun die 2 Prozent am Rand dieser Ordnung sich sichtbar machen und ein Teil der Ordnungsmacht für sich beanspruchen, kommt Unruhe ins System. Plötzlich realisiert die Mehrheit, wie viele Geschlechterfragen weder gestellt noch beantwortet wurden. Der Genderstern, aber auch die «Ehe für alle» stehen als Symbole für diesen Kampf. Sie symbolisieren in diesem Sinne nicht nur das Bedürfnis der LGBTIQ-Bevölkerung, sondern auch die Angst der Mehrheit, ihre Geschlechterprivilegien hinterfragen zu müssen. Das macht niemand gerne.


Zur Person

David Garcia Nuñez ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Der 46-Jährige leitet den Schwerpunkt für Geschlechtervarianz am Universitätsspital Basel. Dies ist laut eigenen Angaben die erste und bisher einzige inter- und multidisziplinäre, medizinische Abteilung für geschlechtervariante Personen in der Schweiz. Unter Geschlechtervarianz wird verstanden, dass sich die Geschlechtsidentität von Menschen nicht ausschliesslich mit Frau oder Mann beschreiben lässt. Neben der Leitung der Abteilung am Unispital ist Garcia Nuñez seit Anfang 2017 Gemeinderat für die Alternative Liste in Zürich.
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David Garcia Nuñez ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Der 46-Jährige leitet den Schwerpunkt für Geschlechtervarianz am Universitätsspital Basel. Dies ist laut eigenen Angaben die erste und bisher einzige inter- und multidisziplinäre, medizinische Abteilung für geschlechtervariante Personen in der Schweiz. Unter Geschlechtervarianz wird verstanden, dass sich die Geschlechtsidentität von Menschen nicht ausschliesslich mit Frau oder Mann beschreiben lässt. Neben der Leitung der Abteilung am Unispital ist Garcia Nuñez seit Anfang 2017 Gemeinderat für die Alternative Liste in Zürich.

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