Gelterkinden
Gestern wurden die neuen Postautos eingeweiht

Bis Ende Jahr sind im Raum Gelterkinden zehn neue Fahrzeuge mit modernster Technik im Einsatz. Bei sämtlichen Fahrzeugen handelt es sich um Dieselbusse.

Isabelle Strub
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Die Gelterkinder Gemeinderätin Gabriele Bittel und Roman Cueni im neuen Maxi-Bus – nach dem Fototermin setzte sich die Gemeinderätin selbst ans Steuer.

Die Gelterkinder Gemeinderätin Gabriele Bittel und Roman Cueni im neuen Maxi-Bus – nach dem Fototermin setzte sich die Gemeinderätin selbst ans Steuer.

Nicole Nars-Zimmer niz

Das gelbe Postauto glänzte im strahlenden Sonnenlicht. Anlässlich der gestrigen Postauto-Einweihung haben sich zahlreiche Menschen vor der Garage Marugg in Gelterkinden versammelt. Das Verkehrsunternehmen Postauto Region Nordwestschweiz investiert in neue Fahrzeuge im Raum Gelterkinden, Rheinfelden und Möhlin. Dabei handelt es sich um Busse des Typs Solaris Umbrino. Ab heute ist der gestern eingeweihte «Maxi-Bus» im Raum Gelterkinden in Fahrt. Bis Ende 2014 folgen sechs weitere neue «Maxi-Busse» und vier Gelenkbusse.

Bereits zum dritten Mal darf Roman Cueni, Leiter Postauto Region Nordwestschweiz, ein neues Postauto vorstellen. Nach zwölf Jahren sei es üblich, die Postautos auszuwechseln. «Ein Postauto hat dann 1'000'000 Kilometer auf dem Tachometer», erklärt Cueni. Zuvor nutze das Verkehrsunternehmen Busse der Marken Mercedes und Setra. Bei einem Fahrzeugtest konnten sich jedoch neu die Fahrzeuge der Marke Solaris durchsetzen.

Solaris ist ein Fahrzeughersteller mit Sitz in Polen. Die Tochtergesellschaft Solaris Schweiz befindet sich in Bern. Hans Thommen, CEO von Solaris Schweiz, meint: «Als ich vor neun Jahren zu Solaris kam, befand sie sich auf Platz neun von neun. Heute ist sie die Nummer drei.» Damit die Solaris Postautos in gutem Zustand bleiben ist weiterhin die Garage Marugg zuständig.

Das ist die neue P-Klasse:

Die Postautos sind mit modernster Technik ausgerüstet:

Doppelbildschirme informieren die Fahrgäste über den Verlauf der Fahrt und über das Tagesgeschehen.

Fahrgastzählsysteme in zehn Postautos erfassen, wann und wie stark die Busse genutzt werden.

Die asymmetrische Windschutzscheibe gibt dem Fahrer einen besseren Blick aufs Trottoir und sorgt für mehr Sicherheit für Fahrgäste an Haltestellen.

Gratis WiFi in allen Bussen

Drei Türen, die einen schnellen Ein- und Ausstieg in Stosszeiten ermöglichen.

Es handelt sich bei sämtlichen Fahrzeugen um Dieselbusse. «Hybrid- oder Elektrobusse sind für Regionalbusse nicht geeignet», sagt Cueni. Auch Thommen bestätigt dies und meint, dass Hybridbusse sich für urbane Gebiete eignen, wo es ständig zu Halten komme. «Auf regionalen Linien gibt es beispielsweise viel weniger Haltestellen oder Rotlichte und man könnte nicht von der Bremsrückgewinnung profitieren.»

Ausserdem würden die Hybridbusse nicht genügend Leistung aufbringen. Natürlich dürfe man die Kosten nicht ausser Acht lassen, führt Thommen aus. So wäre ein Hybrid-Maxi-Bus rund 150'000 Franken teurer. Bei den aktuellen Bussen handle es aber keineswegs um «Dreckschleudern», sondern um umweltfreundliche Dieselbusse. Diese erfüllen die neusten Abgasvorschriften Euro 6. Dabei befindet sich der Auspuff – der deutlich weniger Emissionen ausstösst – oben auf den Bussen.

«Bei uns gibt es keine 1. und auch keine 2. Klasse», sagt Cueni, «sondern die gelbe Klasse.»

Postauto-Fahrstunde

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es sich hinter einem Postauto-Steuer anfühlt, bekam dafür gestern eine einmalige Gelegenheit. Die Gelterkinder Gemeinderätin Gabriele Bittel nutzte diese. Auf dem Platz vor der Garage Marugg fuhr sie unter Anleitung eines Bussfahrers einige Meter und anschliessend wieder zurück. «Es sind schon völlig andere Dimensionen», sagt Bittel nach ihrer kurzen «Spritzfahrt». Alleine das Steuerrad sei riesig und man müsse es viel stärker drehen. Mit den angebotenen Probefahrten wollte Postauto Region Nordwestschweiz zeigen, wie anspruchsvoll es ist, ein Postauto zu fahren.